Wutrede und Gemotze: Es kracht zwischen Schwesig und Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich eigentlich durch nichts aus der Ruhe bringen. Doch nun kocht sie vor Wut. Denn die Meck-Pom Landeschefin Manuela Schwesig ging auf Merkel los. Merkel motzte zurück. Nun legt Schwesig nochmal nach. Da bleibt kein Auge trocken…

Schon beim letzten Corona-Gipfel krachte es zwischen Merkel und Schwesig. Die SPD-Politiker hatte dem Kanzleramt vorgeworfen, mit zweierlei Maß zu messen: Die Schulen sollen strikt geschlossen bleiben aber Arbeitgeber würde man kaum unter Druck setzen, so Schwesig. Daraufhin soll Merkel der Kragen geplatzt sein. Ungewohnt direkt habe die Kanzlerin gemotzt: „Das lasse ich mir nicht anhängen, Frau Schwesig, dass ich Kinder quäle und die Arbeitnehmerrechte missachte.“

Nun legte Schwesig dann noch einmal nach und wetterte gegen Ursula von der Leyen, Jens Spahn und vor allem Angela Merkel wegen des bundesweiten Mangels an Impfstoff: „Also, ich bin total enttäuscht, was da gelaufen ist, muss ich klar sagen. Und ich finde, da sollte man auch nicht um den heißen Brei herumreden. Da würde ich mir eher wünschen, dass Frau von der Leyen, Frau Merkel und Herr Spahn sagen: ‚Das ist schlecht gelaufen und jetzt versuchen wir, das irgendwie wieder gutzumachen.‘“ sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstagabend bei „Maybrit Illner“.

Schwesig sei so enttäuscht, weil es eine klare Abmachung gab, die nur einseitig erfüllt wurde: Die Bundesländer waren verantwortlich dafür, dass genug Impfzentren samt Personal und Kühlschränke bereitstehen. Die Bestellung des Impfstoffs lag in der Verantwortung des Bunds. Doch der hat die Aufgabe an die EU abgegeben.

„Wir haben eine Logistik, dass wir in fünf Monaten allen in der Bevölkerung ein Angebot machen können. Die ist da. Aber wir können sie überhaupt gar nicht nutzen, weil wir nicht genug Impfstoff haben“, führt Schwesig aus.

„Das Problem ist, dass die Europäische Union nicht auf alle Impfstoff-Kandidaten gesetzt hat und komplett für Europa eben auch bestellt hat und früh genug bestellt hat. Ja, das kostet Geld“, erläuterte die SPD-Politikerin weiter und wütete, „dass jetzt andere Länder viel mehr Impfstoff haben und wir nicht, das kann man den Menschen nicht erklären.“

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.