„Wer wird Millionär?“: Zettel-König schmiert schmerzhaft ab

In fast 22 Jahren hat „Wer wird Millionär?“-Urgestein Günther Jauch (65) so etwas noch nicht erlebt. Sein Kandidat arbeitete sich mit einem Zelltrick nach ganz oben und war sich des Sieges so sicher. Doch dann kam das böse Erwachen.

Ludwig Bolay, 25 Jahre alt und Gründer eines Start-up-Unternehmens ist einer der Kandidaten, die Günther Jauch vermutlich lange in Erinnerung bleiben werden. Der junge Mann hat seine ganz eigene Methode entwickelt, um Antworten zu finden. Dafür brachte er einen Zettel und einen Stift mit auf den Kandidatensitz am Montagabend.

Bevor er seine Antworten abgab, schrieb der 25-Jährige sich immer alle Möglichkeiten auf seinen Zettel, machte sich Notizen dazu und nutzte sein Werk als Mindmap, um besser überlegen zu können.

Diese Methode, so Bolay, habe er schon zuhause am Fernseher erprobt – mit Erfolg. Jauch beobachtete das Geschehen fasziniert, skeptisch und amüsiert zugleich.

„Wenn sie das früher bei Klassenarbeiten auch so gemacht haben, sind sie aber in Zeitnot geraten“, schmunzelte Jauch als sein Kandidat Stichworte zu den möglichen Antworten niederschrieb. Doch Bolay ließ das kalt. „Den Zettel sollten sie sich aufheben. Es werden sie einige danach fragen“, stellte der Moderator fest, als es um 32.000 Euro ging.

Stoisch arbeitete der 25-Jährige sich durch seine Kritzeleien, setzte an der richtigen Stelle die Joker ein und fand eine richtige Antwort nach der anderen. So kam der Start-up-Unternehmer dem Hauptgewinn immer näher. Als es um 499.500 Euro ging, waren alle Joker verbraucht. Souverän zockte Bolay weiter.

Als Jauch fragte, „Auf die Kunstkammer, wo sie noch zu sehen ist, wenn sie niemand gestohlen hat‘, kommt am Ende eines bekannten Märchens die … ?“, wussten im Publikum nur noch zwei Menschen eine Antwort. Doch sie durften dem Kandidaten nicht helfen.

Bolay vertiefte sich angestrengt in seinem Zettel und erklärte schließlich, welche Antwort in seiner Herleitung „unfassbar viel Sinn“ mache und loggte selbstsicher Antwort a, die „goldene Kugel“ ein.

Dann kam das böse Erwachen: Es wäre b, die „Erbse“ gewesen und der Zettelkönig schmierte von einer halben Million auf 500 Euro ab. Autsch!

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