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Wer verdient am besten? Die Kanzlerkandidaten im Gehaltscheck

Immer wieder reden die Kanzlerkandidaten über Wohlstand und Armut. Doch wo stehen sie selbst eigentlich auf der Arm-Reich-Schere? Ein Gehaltscheck bringt Licht ins Dunkel.

Im Zuge des Wahlkampfes verkündete SPD-Kandidat Olaf Schulz großmütig: „Ich finde, dass jemand wie ich, der sehr viel Geld verdient, ruhig mehr Steuern zahlen kann“. Vor rund einem Jahr hat er das noch ganz anders gesehen. Da sagte der Finanzminister noch: „Ich verdien‘ ganz gut, als reich würde ich mich nicht empfinden“.

Tja, so verändern sich die Perspektiven…

Doch Hand aufs Herz: Was machen die Kandidaten bisher so monatlich? Die Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten, denn Datenschutz wird von Spitzenpolitikern hochgeschätzt. Einiges lässt sich jedoch aus öffentlichen Quellen entnehmen.

So war Armin Laschet 2018 mit einem monatlichen Gehalt von 17.659 Euro laut Besoldungstabelle der bestbezahlte Landeschef in der Bundesrepublik, dicht gefolgt von seinem Kollegen Markus Söder übrigens. Das ermittelte damals der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags. Inzwischen erhält Laschet ein Amtsgehalt über der höchsten Besoldungsgruppe B 11 gemäß NRW-Besoldungsrecht. Demnach müsste er aktuell monatlich rund 19.000 Euro verdienen, zuzüglich einer Dienstaufwandsentschädigung von 1100 Euro und anderen Zuschlägen.

Olaf Schulz verdient als Bundesminister vermutlich ein Grundgehalt von fast 20.000 Euro. Außerdem erhält er als Finanzminister Zuschläge und Dienstaufwandsentschädigungen. Nebenbei ist er Mitinhaber der Kanzlei Zimmermann, Scholz & Partner, die auf Arbeitsrecht spezialisiert ist.

Annalena Baerbock bezieht als Abgeordnete im Deutschen Bundestag rund 10.000 Euro monatlich. Dazu erhält sie ein Budget für Mitarbeiter. Mit ihrem Buch verdiente sie etwas mehr als 25.000 Euro. Von ihrer Partei gab es außerdem die ein oder andere „Sonderzahlung“. 2020 fielen diese in Höhe von insgesamt 9136 Euro aus.

Vermutlich ist demnach der Sozialdemokrat Olaf Scholz der reichste Kanzlerkandidat. Aber so genau kann man das nicht wissen. Während US-Präsidentschaftskandidaten ihre Steuererklärung vor der Wahl öffentlich machen, raunt es in Deutschland immer noch: „Über Geld spricht man nicht“.

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  • und immerhin hat der Schreiberling im letzten Absatz bemerkt, dass der Kanzlerkandidat nicht Schulz sondern Scholz heißt - beachtliche Leistung.

  • Na ja, man muss den Schreiberlingen doch schon einen gewissen IQ zugestehen.
    Nicht allen, aber doch einigen wenigen !!!

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Stephan Heiermann

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