Weltberühmte Sängerin ist tot

Es leuchtet ein heller Stern am Musikhimmel weniger! Grammy-Sängerin und „I am Woman“-Interpretin Helen Reddy ist im Alter von 78 Jahren in Los Angeles gestorben. Sie litt seit Jahrzehnten unter Morbus Addison. Dies berichtet aktuell die „New York Times“. Ob dies allerdings auch die Todesursache der Australierin war, ist bisher unklar.


Über ihren Tod informierte ihre Familie die Öffentlichkeit. „In tiefer Trauer geben wir den Tod unserer geliebten Mutter, Helen Reddy, am Nachmittag des 29. September 2020 in Los Angeles bekannt“, schrieben ihre Kinder Traci und Jordan auf der offiziellen Homepage ihrer Mutter.

Reddy hatte einige gesundheitliche Baustellen. Bereits mit gerade einmal 17 Jahren musste ihr eine Niere entfernt werden. Außerdem litt sie seit mindestens 2015 an starker Demenz. Wegen letzterer Erkrankung war sie in den vergangenen Jahren auch aus dem Rampenlicht der großen Bühnen verschwunden.

Vor allen Dingen bekannt wurde sie durch ihre feministische Hymne „I am Woman“ aus dem Jahr 1971. Von allen australischen Künstlern war sie die erste, die in den USA einen Grammy-Musikpreis gewann und mit „I am Woman“ an die Spitze der weltweiten Charts gelang. Die ersten Worte von „I am Woman“ – „Ich bin eine Frau, hör mich brüllen“ – wurden in den 1970er Jahren von zahlreichen Feministinnen auf verschiedenen öffentlichen Demonstrationen als eine Art Motto immer wieder genannt. Sie standen sinnbildlich für die selbstbestimmten Frauen.


Reddy begeisterte ihre Fans jedoch nicht nur mit ihrer melodischen Stimme. Sie war auch Aktivistin und Schauspielerin. Dem kanadischen Radiosender CBC Radio sagte sie 1972, sie wolle in die „Herzen und Köpfe“ von Frauen kommen – und das gelang ihr bis zum Schluss auch ohne Probleme. Ihr Leben wurde erst kürzlich verfilmt und damit auch für die Nachwelt konserviert. An Helen Reddy werden sich auch Frauen in den nächsten Generationen immer gerne zurückerinnern.

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