Veronica Ferres über Gewalt in der Filmbranche

Gewalt und sexuelle Übergriffe auf Schauspielerinnen rücken zwar immer öfter in den Fokus, sind aber gefühlt immer noch ein leidiges Tabuthema, das gerne belächelt wird. Darüber sprach nun Schauspielerin Veronica Ferres zum ersten Mal im Podcast „GO GIRL GO“ von Judith Williams.

Ganz offen gestand sie: „Ich habe mich nur einem männlichen Wesen genähert, wenn ich verliebt war. Und nie wenn die mir versprochen haben, dann bekommst du die Rolle. Ich hatte viel, viel Glück. Ich bin oft in Situationen weggelaufen, zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe auch mal einem richtig eine gepfeffert.“

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Vor allem Schauspielerin Senta Berger hatte die #Metoo-Debatte zuletzt in Deutschland neu entfacht, als sie über sexuelle Übergriffe am Filmset sprach. Ferres zeigt deshalb nun einmal mehr, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt – auch wenn sie sich immer im richtigen Moment wehren konnte.

Doch es ist laut Ferres nicht nur die Gewalt gegenüber Frauen, die in der Filmbranche scheinbar nicht auszurotten ist. Vielmehr werden Frauen auch immer noch wegen ihrer Optik unterschätzt. Ferres erklärt ganz ehrlich, dass sie die Berichterstattung der Medien oft verletzt hat. Immer wieder war sie einfach nur die Klischeeblondine. Auch glaubt sie, dass Frauen Männern gegenüber immer noch benachteiligt werden: „Es ist wirklich so, dass die weiblichen Schauspielerinnen deutlich weniger verdienen, im Theater wie im Film, als die Männer. Obwohl wir auch um 5 Uhr morgens aufstehen und lange Arbeitstage haben.“

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Mit dem Interview macht sie deswegen noch einmal mehr auf Themen aufmerksam, über die eigentlich jeder Bescheid weiß und trotzdem nicht wirklich dagegen aufsteht. Hoffentlich hat all das irgendwann einmal ein Ende. Indem immer mehr bekannte Frauen aus dem Business jedoch ihre Stimmen erheben, umso zügiger dürfte eine Wende stattfinden – und das Geschäft dann auch endlich nachhaltig verbessern.

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