Uni Halle schmeißt Alexander Kekulé raus

Es ist kaum zu glauben: Die Martin-Luther-Universität in Halle hat den durch die Medien bekannten Virologen Alexander Kekulé am gestrigen Dienstag vorläufig von seinem Dienst freigestellt. Hintergrund der „vorläufigen Dienstenthebung“ sei ein Disziplinarverfahren. Das berichtet unter anderem die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ). Wobei es dabei aber genau geht, ist unklar. Die nicht näher genannten Vorwürfe der Uni Halle seien jedenfalls „an den Haaren herbeigezogen“ und es wäre ohnehin „unmöglich, wie diese Universität mit ihren Professoren umgeht“, erklärt er weiter.

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Kekulé kündigte gegenüber der Presse bereits rechtliche Schritte an. Der BILD Zeitung sagte er, dass es sich bei dem ganzen um ein politisches Verfahren handele. Es sei lange schon bekannt, dass er „gegenüber der Bundesregierung und dem Robert-Loch-Institut immer wieder Kritik geäußert habe!“, erklärt er selbst. Unter anderem kritisierte er zuletzt die katastrophale Impfstoff-Beschaffung der Regierung. Immer wieder hat die Bundesrepublik mit mangelnder Vakzin-Ware zu kämpfen. Dies alleine liegt vermutlich einfach an einer schlechten Planung und könnte eigentlich umgangen werden.

Das Rektorat der Universität Halle äußerte sich bislang übrigens nicht detailliert zu den Vorwürfen gegen Kekulé. „Wir kommentieren prinzipiell keine Personalangelegenheiten“, erklärt auch Sprecherin Manuela Bank.

Kekulé selbst vermutet den konkreten Grund für seine Amtsenthebung jedoch auch in einem nicht korrekt ausgefüllten Formular.

Kritiker aus dem Hochschulbetrieb werfen Alexander Kekulé darüber hinaus seit Längerem unter anderem eine mangelnde Forschungstätigkeit vor. Er habe seit Jahren kaum noch wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften veröffentlicht. Gegen diese Anschuldigungen hatte sich der Wissenschaftler und Virologe aber immer wieder zur Wehr gesetzt und diese als Lügen abgetan.

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Es scheint also den einen oder anderen Grund zu geben, weshalb sich die Universität vorerst von Kekulé getrennt hat. Wohin diese Reise noch geht, bleibt abzuwarten.

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