Übertreiben es die Söhne Mannheims?

Die Söhne Mannheims und Xavier Naidoo sind so bekannt und beliebt, wie es selten eine Gruppe in Deutschland schafft. Die Lieder „Sie sieht mich einfach nicht“ oder „Ich kenne nichts (das so schön ist wie du)“ waren aus dem Radio nicht weg zu denken. Doch das gehört der Vergangenheit an.

Mittlerweile singen die Söhne lieber über politische Themen, was zunehmend von vielen Seiten kritisiert wird. Den Text zum neuen Song „Marionetten“ kann man interpretieren wie man will: „Wenn ich so ein’n in die Finger bekomme, dann reiß‘ ich ihn in Fetzen. / Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragrafen und Gesetzen.“

Sogar Politiker sehen sich gezwungen den Dialog mit den Musikern zu suchen. Immerhin wird die Stadt Mannheim durch die Gruppe repräsentiert. Peter Kurz (SPD) kritisierte die „antistaatlichen Texte“, denn Mannheim steht für Toleranz, Offenheit und Demokratie.


Xavier Naidoo selbst äußert sich nicht zu den Vorwürfen. Sein Band-Kollege Henning Wehland widerspricht den Politiker und erklärt, dass der Text ein „Aufruf zum Dialog“ sei. Die Fangemeinde scheint die Gruppe immer noch zu unterstützen, denn das neue Album ist erfolgreich und die Tour teilweise Ausverkauft.


Entscheiden Sie selber was glaubwürdiger scheint. Trotzdem hoffen wir, dass die Söhne Mannheims zu ihren musikalischen Höchstleistungen zurückfinden.