Trauriges Schicksal für Model Marie Nasemann

Es ist das wohl schlimmste, das man sich als junge Frau vorstellen kann. Und dennoch passiert es häufiger, als man glaubt. Nun musste auch die Ex-GNTM-Kandidatin Marie Nasemann (30) die schmerzliche Erfahrung einer Fehlgeburt machen.

In ihrem Blog „Fairknallt“, teilt sie ihren Fans nun diese traurige Nachricht mit.

 

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Die letzten Monate waren nicht sehr leicht. Ende Oktober hielten wir einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Zwischen der 6. und der 8. Woche haben wir das Baby leider verloren. Ich möchte das mit euch teilen, weil einem Ärzte sagen, Fehlgeburten seien völlig natürlich und gehören zum Kinderkriegen dazu. Ich wünschte, ich hätte die Geschichten, die mir im Nachhinein Freunde erzählt haben, schon früher gehört. Denn ich bin jung und gesund und habe nicht damit gerechnet, dass es nicht klappen wird. Dementsprechend groß war der Schock und die Trauer. Ich möchte euch dazu ermutigen, offen mit dem Thema umzugehen, deshalb habe ich einen Blogpost zu meiner Fehlgeburt geschrieben. Link in Bio. #fehlgeburt (Weil ich im Dezember mit Hilfe dieses Hashtags nach Posts dieser Art gesucht habe)

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„Mein Freund hielt meine Hand, als die Ärztin den Ultraschall begann. Ich hatte mir das Bild, wie groß der weiße Knödel inzwischen sein müsste, zahlreiche Male ausgemalt. Umso größer war der Schock, als ich auf dem Bild nur eine große, schwarze runde Fläche sah. Nichts Weißes, kein Punkt, kein Herzschlag. Meinem Freund und mir war beinahe in der ersten Sekunde der Untersuchung klar, was passiert war“, schreibt sie. Unter Schock stehend folgte dann ein Gespräch, in dem es nach eigenen Aussagen von Nasemann um Begriffe wie „Ausschabung“ und „Nachblutung“ ging. „(…) als wir uns zu ihr setzten, erzählte sie mir Dinge, die nicht mehr wirklich bei mir ankamen.“ Das Model verlor kurzerhand den Boden unter den Füßen.

So richtig holten sie der Schmerz und die Trauer erst am nächsten Tag ein. „(…) ich lag total ausgeknockt auf dem Sofa rum. Das Wochenende verbrachten wir größtenteils zu zweit und versuchten, einander Trost zu geben“, erzählt sie.

 

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Das uns das folgen klischeebedienender Influencerinnen nicht glücklich macht, wissen wir wahrscheinlich alle. Es verhält sich ähnlich wie mit Fast Food. Der schnelle Konsum kickt rein, die retuschierten Traumkulissen, die nackte Haut und unnatürlich perfekten Kurven treiben „unseren Insulinspiegel“ in die Höhe. Aber danach bleibt ein fahler Nachgeschmack zurück und man fühlt sich irgendwie ausgelaugt. Ob man sich das auf Dauer reinziehen will, muss man selber entscheiden. Ich persönlich folge nur noch Accounts die entweder Freunde führen oder die mich wirklich inspirieren. Accounts zu folgen, die in die Tiefe gehen und sich thematisch mit etwas auseinander setzen, erfordern ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Zum Beispiel, dass man bereit ist, einen Text zu lesen, um das Bild zu verstehen. Ich glaube, dass sich die meisten Menschen lieber berieseln lassen wollen. Was früher Trash TV war, ist heute Instagram und wird auch oft vor dem Einschlafen benutzt, um den Kopf auszuschalten. Natürlich geht man ein Risiko ein, wenn man sich gegen den Mainstream und das, was üblicherweise auf Instagram funktioniert, entscheidet. Aber ich wollte immer einen Account führen, hinter dem ich zu 100% stehen kann, auch wenn das Likes einbüßen bedeutet. Das gelingt mir mal besser, mal schlechter und es ist definitiv eine unbeständige Reise. Auch einschätzen zu können, wie ich Frauen überhaupt positiv beeinflussen kann. Man kann es nur versuchen. Einige Accounts von Frauen, die mich amüsieren und/oder inspirieren, sind die von @evelynweigert, @sudelheft, @mirandamakaroff, @leandramcohen, @erinwasson, @miacganda, @dariadaria und @chailatte_roche Und natürlich @masha die einen Blogpost über die #MalisaStudie by @mariafurtwaengler geschrieben hat und die mich um ein Statement gebeten hat. Link in Bio! Von welchen meiner Inhalte wünscht ihr euch mehr zu sehen??? Wovon weniger?? Foto @MarieHochhaus #werbung #notpaid #femaleempowerment #influencer #marienasemann #schauspielerin #mashasedgwick www.marienasemann.com www.fairknallt.de

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Eine Woche nach der traurigen Nachricht unterzog sie sich in einer Tagesklinik dem notwendigen Eingriff. Er verlief ohne weitere Komplikationen.

Nasemann sei es schwer gefallen, mit ihrem Umfeld über die traurige Situation zu sprechen. „Nachdem wir die schlechten Nachrichten erhalten hatten, teilten wir sie den Freunden, denen wir schon davon erzählt hatten, mit und baten darum, auf ausführliche Mitleidsbekundungen zu verzichten. Ich war der Meinung, ich müsse da alleine durch.“ Dennoch sehnte sie sich im Anschluss danach. „Ich war leider nie gut darin, Schwäche zuzugeben“, erzählt sie.

Mittlerweile hat sich die 30-jährige wieder einigermaßen gefangen und blickt positiv in die Zukunft. „Vielleicht ist es genau das, das Gefühl eines Neuanfangs, das ich mir die ganze Zeit so sehnlichst gewünscht habe“.