Tot von „Tatort“-Schauspieler

Die deutsche Fernsehwelt trauert. Die „Tatort“-Legende Gerd Baltus ist am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren in Hamburg verstorben. Dies teilte seine Ehefrau der Deutschen Presse-Agentur am gestrigen Samstag mit. Zuvor hatte über Baltus Tod auch schon der NDR berichtet und mit dieser Nachricht für einen Schock unter Fans und Kollegen gesorgt.

Der Schauspieler wirkte in vielen verschiedenen Fernsehproduktionen mit. Vor allem war er ein Leben lang sehr als Seriendarsteller gefragt. Er galt als einer der meistbeschäftigten Schauspieler in der deutschen TV-Branche und galt unter seinen Kollegen als äußerst umgänglicher und sympathischer Mann.


Er stand unter anderem für Serien wie „Der Kommissar“ oder „Derrick“ vor der Kamera. Später auch für „Unser Lehrer Doktor Specht“, „Ein Bayer auf Rügen“ oder „Zwei Männer am Herz“. Seine wohl größten Rollen spielte er allerdings im „Tatort“. Hier war er gleich mehrmals mit von der Partie und glänzte mit seinem schauspielerischen Können am Sonntagabend.

Seine Schauspielkarriere begann dort, wo sein Leben nun endete: In Hamburg. Hier hatte der gebürtige Bremer am Deutschen Schauspielhaus gelernt.
1965 erhielt Gerd Baltus für seine Filmrolle in „Wälsungenblut“ den Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsdarsteller. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits an verschiedenen Theatern zwischen Hamburg und München Erfahrungen als Schauspieler sammeln dürfen. Ab 1975 konzentrierte er sich dann aber vor allen Dingen auf Film- und Fernsehproduktionen und kehrte dem Theater allmählich komplett den Rücken zu.


Baltus hinterlässt jetzt nicht nur seine Ehefrau, sondern auch seinen einzigen, 1978 geborenen Sohn Philipp Baltus. Er entschied sich ebenfalls für eine Karriere als Schauspieler und trat damit in die Fußstapfen seines berühmten Vaters. Beide standen in der Vergangenheit übrigens auch schon gemeinsam vor der Filmkamera („Der Mann, der alles kann“).