Tödliche Überdosis bei Profi-Sportler

Sein plötzlich Tod war ein Schock für die Sport-Szene: Bodybuilder Sebastian Kakol ist kurz nach einem Wettbewerb mit gerade einmal 39 Jahren verstorben. Aufgrund seines unerwarteten Todes wurde eine Obduktion in Auftrag gegeben und die offenbarte jetzt den schrecklichen Grund für sein Ableben: Er starb an einer Überdosis illegaler Drogen.

Nachdem die Polizei den leblosen Körper von Kakol gefunden hatte, wurde er der Gerichtsmedizin in Pontypridd, im Süden von Wales, zugeführt und dort untersucht. Die obduzierenden Ärzte bescheinigten eine Überdosis an Kokain. Neben dieser Droge machten die Pathologen aber auch die ungewöhnliche Entdeckung der Mittel Clomifen und Tamoxifen. Clomifen wird beispielsweise bei bisher unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt – nämlich dann, wenn der Eisprung der Frau ausbleibt, um eine Eizellenreifung im Eierstock auszulösen. Tamoxifen hingegen ist ein Antihormon, dass nicht selten bei der Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird. Es soll die Produktion des weiblichen Hormons Östrogen hemmen.

Allerdings werden diese beiden Mittel auch von Menschen genommen, die ebenfalls Anabolika konsumieren. Durch die Einnahme wird eine verbesserte körperliche Leistung versprochen. Leider wurde ihm genau dies zum Verhängnis.

Der gebürtige Pole hatte es geschafft und war auf dem besten Wege sich in der Szene einen Namen zu machen. Er gewann sogar den Meistertitel „Mister UK“ und arbeitete hart an seiner Bodybuilding-Karriere. Nebenbei jobbte er im Übrigen als Türsteher in einem beliebten Club in Cardiff. Sein Bruder Michal sagte nach seinem Tod: „Sebastian lebte die letzten 12 Jahre in Cardiff, wo er diese Stadt als sein zweites Zuhause ansah. Er entwickelte seine Leidenschaft für Bodybuilding und erzielte seine ersten Erfolge.“ Außerdem fügte der trauernde Bruder hinzu: „Er war ein Mensch mit großem Herzen, der von seiner Familie und seinen Freunden vermisst und nie vergessen werden wird.“