Todesdrama um deutschen Ministerpräsidenten

Es ist ein wirkliches Drama in Mitten der Corona-Pandemie. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eine große Krise zu bewältigen: Seine Ehefrau ist an Brustkrebs erkrankt. Weil er für sie da sein möchte, zieht er einen Teil des bereits laufenden Wahlkampfes für die anstehende Landtagswahl zurück. Dies teilte der Grünen-Politiker in einer persönlichen Mitteilung mit.

„Meine Frau Gerlinde ist an Brustkrebs erkrankt. Es geht ihr den Umständen entsprechend, aber es kommen nun schwere Zeiten auf sie zu. Ich will für sie da sein, so gut es geht. Ich werde in der schwierigen Lage für das Land meine Arbeit als Ministerpräsident weiterhin mit vollem Einsatz fortführen. Termine, die das Regierungsgeschäft nicht betreffen, werde ich aber nicht immer wahrnehmen können. Dazu gehören auch Termine im anstehenden Wahlkampf. Ich brauche diese Zeit, um meiner Frau beizustehen.“


Weiter erklärt er: „Ich weiß, dass viele Menschen diese Situation aus eigener Erfahrung kennen oder Angehörige und Freunde haben, die eine solche Erkrankung durchmachen mussten. Deshalb sind wir dankbar für Ihre Anteilnahme. Aber wir bitten darum, von Nachfragen abzusehen.“

Besonders bitter: Gerlinde Kretschmann, die nun erkrankte, engagiert sich auch selbst seit 2012 gegen Brustkrebs. Sie ist Schirmherrin für Baden-Württembergs Mammographie-Screening-Programm. „Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, dass noch mehr Frauen das Angebot wahrnehmen“, sagte die 73-Jährige einstige Grundschullehrerin in einem Interview vor einiger Zeit.


Nun muss sie den Kampf gegen den Krebs selbst führen. Winfried und Gerlinde Kretschmann sind seit 1975 verheiratet. Sie haben drei gemeinsame, mittlerweile erwachsene Kinder. Das ihre gesamte Familie in den kommenden Monaten nun intensiv an ihrer Seite stehen will, wird sie auf ihrem Heilungsweg sicher stark unterstützen. Wir wünschen eine schnelle und gute Besserung.

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