Tatort-Star verstorben

Der Sonntagabend hat einen bedeutenden Schauspieler weniger. Wie die Eulenspiegel-Verlagsgruppe auf Facebook mitteilte, ist Tatort-Darsteller Ernst-Georg Schwill am vergangenen Donnerstag im Alter von 81 Jahren in der deutschen Hauptstadt verstorben.

„Der kleine und immer berlinernde Schauspieler war sehr beliebt. Angehörige, Verlagsmitarbeiter, Leser und Fernsehzuschauer behalten ihn in guter Erinnerung“, heißt es in dem Post. Wie der Verlag „Das Neue Berlin“ zusätzlich berichtet, sei der Schauspieler am letzten Donnerstag (09. April) gegen 9 Uhr im Krankenhaus Berlin-Friedrichshain einem Herzinfarkt erlegen. Die genauen Umstände, das heißt, wie es zu dem Herzinfarkt gekommen ist, sind bisher unklar.

Schwill wurde schon früh, als 14-Jähriger, für den Krimi „Alarm im Zirkus“ (1954) der Deutschen Film AG(DEFA) mit Sitz in der DDR entdeckt.
Seine Zukunft sollte planmäßig ganz anders aussehen. Doch statt eine Zukunft als Autoschlosser anzutreten, konzentrierte er sich seit seiner Entdeckung auf seine Schauspielkarriere und setzte alles daran, hierhin erfolgreich zu werden.

Dazu gehörte auch ein Schauspielstudium, dass er 1960 an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg abschloss. Es folgten Rollen in „Sie nannten mich Amigo“ oder auch „Fünf Patronenhülsen“. Nach einem Theaterengagement war Schwill in den 70er- und 80er-Jahren wieder in kleineren Rollen im TV zu sehen, darunter „Die Stunde der Töchter“ im Jahre 1981.

Nach der deutschen Wende wurde Ernst-Georg Schwill vor allem durch die Fernsehserie „Polizeiruf 110“ bekannt, in der er bis 1997 mitwirkte. Außerdem bekleidete er von 1999 bis 2013 eine wichtige Rolle im Berliner Tatort. Dort nämlich verkörperte er den Assistenten Lutz Weber.

2008 erschien Schwills Autobiographie „Is doch keene Frage nich: Erinnerungen eines Schauspielers“. Darin beschreibt er unter anderem auch seinen schwierigen Neustart nach dem Ende der DDR.

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