Strenz in Kuba: „Wenn ich auf dem Rückflug sterbe, dann ist das eben so“

Ein Kubaurlauber aus Thüringen hat die letzten Stunden der verstorbenen CDU-Politikerin Karin Strenz miterlebt. Was er zu sagen hat, lässt aufhorchen. Bevor die 53-Jährige an Bord ging, soll sie gesagt haben: „Wenn ich auf dem Rückflug sterbe, dann ist das eben so“.

Am 21. März kollabierte Karin Strenz auf ihrem Rückflug von Kuba nach Deutschland. Trotz eines Notstopps in Irland verstarb die CDU-Politikerin. Sie wurde nur 53 Jahre alt. Die Todesursache ist bisher ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft in Deutschland wartet auf Untersuchungsergebnisse aus Dublin. Doch das kann dauern, hieß es in der letzten Mitteilung der Behörden.

Was ist also geschehen?

Die „Bild“-Zeitung hat nun einen Zeugen aus Thüringen gefunden, der zur selben Zeit im selben Hotel wie Strenz seinen Urlaub verbrachte. Er berichtete dem Blatt exklusiv. Auf „Bild Plus“ wird er zitiert:

„Wir waren zehn Tage gleichzeitig im Hotel Meliá in Varadero. In den ersten Tagen war die CDU-Politikerin noch sehr laut und auffällig. Feierte mit anderen Hotelgästen auch schon morgens an der Bar. Sie präsentierte anderen Hotelgästen Fotos von sich und ihrer Freundin Angela und strich ihre politische Bedeutung für unser Land heraus“, so der Thüringer, der zehn Tage im selben Hotel untergebracht war und später nachweislich im selben Flieger zurück nach Deutschland saß.

Der Unternehmer, der nicht genannt werden will, habe sowohl die Politikeron als auch ihren Ehemann Kurt Strenz (73) kennengelernt. Während des gemeinsamen Aufenthalts habe er einen körperlichen Verfall bei der 53-Jährigen beobachtet, bis zum Tag des Rückfluges habe ihre „Vitalität“ immer weiter abgenommen.

“Bei der Passkontrolle war Strenz neben mir in der Schlange. Sie musste schon im Rollstuhl geschoben werden“, so der Thüringer. Strenz habe ihm erklärt, dass sie seit Tagen an Kreislaufproblemen leide. Als er seine Bedenken wegen des langen Fluges äußerte, habe sie ihm geantwortet: „Wenn ich auf dem Rückflug sterbe, dann ist das eben so.“

Später habe er im Flugzeug miterlebt, wie das Personal Strenz zu einem Arzt an Bord brachte. Man habe sie mit einem Defibrillator behandelt und sie in Dublin von Bord gebracht. „Erst nach zweieinhalb Stunden ging der Flug nach Frankfurt weiter. Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine 50-jährige Frau so schnell stirbt. Daher nehme ich an, dass da Medikamente im Spiel waren“, mutmaßt der Beobachter des Geschehens.

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