Polit-Hammer: Steinmeier in der Ukraine ab sofort unerwünscht

Aktuell gibt es einen Riesenwirbel um einen geplanten Besuch des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in der Ukraine. Eigentlich hatte der 66-Jährige vor, heute am 13.04.2022, nach Kiew zu reisen, „um dort ein starkes Zeichen der europäischen Solidarität mit der Ukraine zu setzen“, die vom Russlandkrieg momentan stark gebrandmarkt ist. Dies gab er am gestrigen Dienstag noch einmal final bekannt. Doch Kiew hat seinen Besuch nicht gestattet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) möchte Steinmeier derzeit nicht in seiner Hauptstadt treffen. Die übrigen EU-Politiker, die Steinmeier begleiten sollten, dürfen jedoch selbstverständlich kommen. Hierzu gehören unter anderem die baltischen Präsidenten aus Estland, Lettland und Litauen.


Die Begründung für das Ausladen des deutschen Bundespräsidenten liegen klar auf der Hand: Es sind seine engen Beziehungen zu Russland in den vergangenen Jahren. Als einstiger Außenminister hatte er beispielsweise auch Kontakt zu Russlands Außenminister Sergey Lawrow. Außerdem war Steinmeier einst großer Befürworter der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 und gilt bis heute als großer Freund der russlandfreundlichen Politik in Deutschland.

Ein ukrainischer Diplomat in Kiew kommentierte die Ausladung Steinmeiers gegenüber der BILD Zeitung wie folgt: „Wir kennen hier alle Steinmeiers enge Beziehungen nach Russland, die auch von der Steinmeier-Formel geprägt waren. Er ist momentan nicht in Kiew willkommen. Ob sich das noch einmal ändert, werden wir sehen.“


Steinmeier, der gestern noch in Polen weilte, sollte heute in Kiew eintreffen. Das ist nun wie gesagt hinfällig. Noch in einer seiner letzten Pressekonferenzen war Steinmeier auf mögliche Reisepläne nach Kiew am Nachmittag zunächst nicht eingegangen – obwohl er direkt danach gefragt wurde.

Noch vor einer Woche hatte Frank-Walter Steinmeier eingeräumt, dass seine Russland-Politik in den vergangenen Jahren kläglich gescheitert war.

11 Kommentare

  1. Herr Selenskiy muss sich darüber im klaren sein, dass er mit der Erklärung des Bundespräsidenten als in der Ukraine unerwünscht, Deutschland und die deutsche Bevölkerung als Ganzes düpiert. Das sollte ihm nun auch unmissverständlich von seiten der deutschen Regierung klar gemacht werden.

  2. Herr Wolf ,
    Ich bin der gleichen Meinung .
    Was müssen wir uns noch bieten
    Lassen ? Herr Selenskiy ist eben doch nur ein Schauspieler !
    Auch die deutsche Bevölkerung
    Hat eine Ehre !

  3. Da kann ich nur sagen: wie man sich bettet, so liegt man. Das muss auch ein Bundespräsident einsehen.
    Eine Kehrtwende von 180 Grad in der Einstellung des Bundespräsidenten ist seitens der Urkraine wohl nicht so einfach zu glauben.
    Ich bin entsetzt über die pro russische Einstellung bei vielen Bundesbürgern.
    Diese sollten mal für einige Wochen ins Kriegsgebiet gebracht werden, dann wird sich die Meinung wohl ändern.
    Leute, dort sterben täglich 10.000 von Menschen, egal auf welcher Seite, das kann niemand gut heißen.

  4. Dass er überhaupt nach Kiew reisen wollte war für mich unverständlich. Es ist aber besser so. Der Boxer will, angeblich, dass die Reise zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird – wohl in der Hoffnung, dass die Welt so dumm ist, wie er es braucht. Hoffentlich, erübrigt sich alles und die Welt begreift dass hier einer über die fremde Leichen geht – Krieg stellvertretend führt, ohne eigenes Land, Armee und Bevölkerung zu haben. Das hat in der Geschichte noch niemand geschafft. Das ist ein nachträglicher Beweis, dass der Österreicher nicht alles falsch machen konnte. Eine Enteignung hätte gereicht und wäre wirkungsvoller. Warum wurden wir in so „freien“ Medien nicht darüber informiert, dass nach dem Mauerfall zuerst die Grundbücher verschwunden sind. Amerika ist geplündert, jetzt brauchen die ein neues Land, wo was zu holen ist. Das hat amerikanische Außenministerin schon damals, versehentlich verraten.

  5. Ich finde das jeder Krieg zu verurteilen ist. Aber das ein Bundespräsident so abgeurteilt wird,das darf nicht sein. Herr Selenskiy treibt mit seinem verbalen Verhalten die EU vor sich her als wäre er der allwissende.
    Wir unterstützen gern und umfangreich, aber wir müssen nicht alles hinnehmen.

  6. Nein, ich fühle mich überhaupt nicht düpiert, obwohl ich selbst für Nordstream 2 war. Ich hab immer gedacht was wollen die Ammies, was mischen die sich ein, die haben wohl schon eher gewußt welche irren Bösartigkeiten dort im Kreml hocken. Wie erpressbar wir uns machen. Der Ukrainische Präsident sowie auch die Klitschko Brüder haben großes Format bewiesen. Vielleicht schon mal daran gedacht das sein „verbales“ Verhalten auch Verzweiflung sein kann, man erlebt ja nicht jeden Tag das sein Volk einem Genozid ausgesetzt ist. Der Irre wird bei der Ukraine nicht stoppen, wenn er die eingenommen hat wird weiter machen. Zumindest so lange er lebt. An alle die zuviel russisches TV gucken, die Medien sind alle gleichgeschaltet. Die senden nur das was Herrn Putin genehm ist, welch Noblem Zweck diese „Spezial Operation“ dient. Die Intelligenz verlässt Russland bereits somit schadet er nicht der Ukraine sondern auch seinem eigenen Volk. Das Steinmeier nicht kommen soll ist zwar verständlich aber falsch. Jeder macht mal Fehler und kann seine Meinung ändern. Steinmeiers Fehler war das er dem Kremlregime zu sehr vertraut hat. Die Sanktionen sollten auch, sollte Russland die Ukraine einnehmen, nach dem Krieg inkraft bleiben bie die Ukraine wieder frei und eine demokratisch gewählte Regierung hat.

  7. Manchmal holt einen halt die Vergangenheit ein. So geht es jetzt auch Frank-Walter Steinmeier.
    Er soll nicht den Beleidigten spielen. Schließlich hat er mit seiner Politik uns Europäer eine Suppe eingekocht, deren Gift jetzt abertausende Ukrainer*innen umbringt. Millionen werden verjagt und vielleicht die ganze Ukraine unterjocht. Steinmeier wird in fünf Jahren mit rd. 25.000 € monatlich in Pension gehen. Er wird wie Frau Merkel rd. ein Dutzend Lakaien um sich rum haben, vielleicht ein Buch schreiben und die armen Leute in der Ukraine vergessen.
    Gut dass es in Kiew noch einen Mann mit Charakter gibt, der ihn auf seine Taten hinweist.
    Und noch ein Wort: Vor dem Gesetz sind alle gleich. Auch Frank-Walter Steinmeier ?

  8. Doch merken wir, nicht die Ukrainer sind hier die Verbrecher sondern das Kremlregime.
    Warum Sie das fragen ist mir allerdings ein Rätsel. Es gibt auf ukrainischer Seite keinen Genozid, der genozid wird jetzt von den Russen begangen. Walter Steinmeier ist dem Kremlregime zeitweise ziemlich nahe gewesen, warscheinlich aus wirtschaftlichen Gründen und weil er dachte “ Die armen unverstandenen Russen“. Das ist verständlicherweise den Ukrainern übel aufgestoßen. Er hat den Kriegstreiber Putin unterschätzt, das hat er selbst eingeräumt. Trotzdem hätte er nicht ausgeladen werden dürfen aus den Gründen die ich in meinem vorherigem Beitrag genannt habe. Wenn ich hier übrigens Russen schreibe meine ich nicht das russische Volk sonder immer den Despoten und seine Schergen. Das russische Volk ist im Gegenteil sehr freundlich und herzlich.

  9. @negiwadi Unsere sogenannten freien Medien sind fast alle in Privater Hand , die lassen sich nicht so einfach Gleichschalten so wie es der „Österreicher“ getan hat und seine Reinkarnation in Russland heute tut. Dieser „Österreicher“ wurde in Deutschland eingebürgert und war leider Deutscher. Eine Schande für unser Volk. Die Reporter dieser Privaten Medien sind vor Ort Sie bekommen das Grauen hautnah mit. Ja, ich finde wirklich die Sanktionen sollten nach evtl. gewonnenen Krieg inkraft bleiben bis die Ukraine wieder frei ist und eine demokratisch gewählte Regierung hat. Putin sollte keinen Vorteil daraus ziehen das er den Krieg „gewonnen“ hat. Dann ist er nämlich trotz erfolgreicher „Spezial Operation“ der Verlierer. Sein Volk hat bereits verloren, dank ihm. Die Ukrainer stehen mit dem Rücken zur Wand, Walter Steinmeier hat sicher seinen Anteil daran aber er ist dabei nicht alleine. Da gab es viele beteiligt auch aus anderen Europäischen Nationen. Es gab soviele „Putin Versteher“ . Es hat nur wenige gegeben die gesagt haben das man dem mit den Frettchenaugen nicht trauen kann.

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