Steffi Graf kämpft um Vormundschaft für ihren Bruder

Tenniskönigin Stefanie Graf lebt ein scheinbar paradiesisches Leben in Nevada. Doch die Familien-Idylle zerbrach mit einem Anruf am 24. August 2020. Ihr Bruder Michael ist straffällig geworden und er ist offenbar unzurechnungsfähig. Zumindest scheint Steffi das zu glauben. Sie will nämlich eine dauerhafte Vormundschaft für den 49-Jährigen erwirken.

Ende August erfuhr Steffi Graf (51), dass ihr Bruder Michael (49) mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Michael Graf war in Las Vegas festgenommen worden, weil er einen Freund mit dem Tod gedroht habe. Danach soll der vierfache Vater mit dem Hammer auf eine Autoscheibe eingeschlagen haben, bis diese zerbarst.

Zwei Wochen später randalierte er vor dem Haus der Ex-Frau eines Freundes. Die Polizei griff mit Gummigeschossen und Elektroschockern zu, um den Wütenden zu bändigen.

Doch damit nicht genug: Der Vater von vier Kindern soll in seinem Garten mit Chemikalien und Feuer experimentiert haben. Dabei zog er sich selbst Brandverletzungen zu. Außerdem soll Steffis kleiner Bruder mit dem Netzwerk „QAnon“ sympathisieren. Die Verschwörungstheoretiker behaupten unter anderem, dass die US-Demokraten Barack Obama (59) und Hillary Clinton (73) innerhalb eines dunklen Netzwerks agieren, das Kinder quält und tötet. „QAnon“-Anhänger gelten als gewaltbereit. Das FBI sieht eine terroristische Bedrohung in dem Netzwerk.

Steffi Graf zweifelt offenbar am Verstand ihres Bruders. Gemeinsam mit ihrem Neffen erwirkte sie im September eine vorläufige Vormundschaft für Michael. Doch der will sich das nicht gefallen lassen und legte kurz darauf Widerspruch ein. Im Dezember geht der Fall vor Gericht: Steffi will die Vormundschaft dauerhaft behalten, Michael verweigert sich dem Antrag.

Stefanie Graf lebt in Las Vegas eng verbunden mit ihrer Herkunftsfamilie. Die Mutter und den Bruder holte sie bereits vor Jahren zu sich in die USA. Alle wohnen dicht beieinander. Nachdem die Steuer-Affäre ihres Vaters überstanden war, schien ihr Familienleben an der Seite von Ehemann André Agassi (50) sorgenfrei. Doch diese neue Tragödie zerrt die Wimbledon-Königin nun ein weiteres Mal unfreiwillig in die Schlagzeilen.

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