SPD-Politikerin hat grausame Diagnose zu verkraften

Bei einer Kabinettssitzung am heutigen Dienstag hat die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, ihr Amt als kommissarische SPD-Chefin niedergelegt. Der Grund dafür ist entsetzlich.

Die 1974 in Frankfurt geborene Schwesig ist an Brustkrebs erkrankt und möchte sich aus diesem Grunde in den nächsten Monaten nur auf sich und ihre Genesung konzentrieren. Sie sei nach eigenen Angaben sehr zuversichtlich, dass sie schon bald wieder gesund sein würde. „Allerdings ist auch klar, dass ich in den kommenden Monaten meine Kräfte auf Mecklenburg-Vorpommern, meine Gesundheit und meine Familie konzentrieren muss.

Deshalb werde ich meine Parteiämter auf Bundesebene niederlegen“, erklärt sie in einem Statement.

Ihre Kämpfernatur wird nach ihrer Erklärung schnell deutlich: „Ich habe schon einige Kämpfe in meinem Leben geführt und ich werde auch diesen Kampf führen.“ Ihre Behandlung sei überwiegend ambulant möglich und die Heilungschancen stünden gut.

Schwesig bekommt viel Zuspruch und Halt aus den eigenen Reihen. So twittert die frühere Bundesjustizministerin und heutige Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley: „Du bist eine der stärksten Frauen, die ich kenne. Du wirst diesen Kampf gewinnen.“

Auch Thürings CDU-Chef Mohring wünscht Schwesig Kraft und Zuversicht: „Von Herzen wünsche ich Ihnen Genesung und auf dem anstrengenden Weg dahin, Kraft und Zuversicht, ein Licht an dunklen Tagen und wenn ich das darf, Gottes reichen Segen.“ Worte, die das Herz berühren und ehrlicher nicht sein könnten, denn Mohring war selbst erst letztes Jahr an Krebs erkrankt und konnte seine Therapie jetzt aber erfolgreich abschließen.

Zu guter Letzt äußerte sich auch Kanzlerin Merkel zur Erkrankung der SPD-Politikerin: „Die Nachricht von Manuela Schwesigs Krebserkrankung macht mich betroffen. Ich habe mit ihr telefoniert und ihr von Herzen gewünscht, dass sie wieder gesund wird, dazu Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit.“

Laut Robert-Koch-Institut ist Brustkrebs mit rund 69.000 Neuerkrankungen pro Jahr die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland.

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