Spanischer Ex-Monarch ist korrupt

In einem Brief an seinen Sohn teilte der ehemalige spanische König Juan Carlos seinem Sohn Felipe VI. mit, dass er das Land verlassen will. Er ist nach eigenen Angaben in einen Finanzskandal verstrickt und mit diesem Schritt erspart er seinem Sohn eine schwere Entscheidung.

Die Korruptionsvorwürfe gegen seinen Vater hatten den politischen Druck auf Felipe bereits in den vergangenen Wochen erhöht und er sah sich beinahe schon gezwungen, seinem Vater die Residenz sowie den Königstitel zu entziehen, um die spanische Monarchie vor weiterem Schaden zu bewahren. Beinahe täglich wurden und werden immer noch Einzelheiten über Juan Carlos bekannt, der seine Stellung als König ausgenutzt haben soll um sich zu bereichern. Dabei gehe es um Bestechung und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe.

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VIVA EL REY!! Por ESPAÑA!!! GRACIAS MAJESTAD #vivaelrey #España #notevassolo #estamoscontigo #hassidoungranrey #noteolvidaremos #tedebemoslademocracia #juancarlosI #justicia #elmejorembajadorquetuvoEspaña #noshaspuestoenelmapa #graciasmajestad #reyemérito “Majestad, querido Felipe: Con el mismo afán de servicio a España que inspiró mi reinado y ante la repercusión pública que están generando ciertos acontecimientos pasados de mi vida privada, deseo manifestarte mi más absoluta disponibilidad para contribuir a facilitar el ejercicio de tus funciones, desde la tranquilidad y el sosiego que requiere tu alta responsabilidad. Mi legado, y mi propia dignidad como persona, así me lo exigen. Hace un año te expresé mi voluntad y deseo de dejar de desarrollar actividades institucionales. Ahora, guiado por el convencimiento de prestar el mejor servicio a los españoles, a sus instituciones y a ti como Rey, te comunico mi meditada decisión de trasladarme, en estos momentos, fuera de España. Una decisión que tomo con profundo sentimiento, pero con gran serenidad. He sido Rey de España durante casi cuarenta años y, durante todos ellos, siempre he querido lo mejor para España y para la Corona. Con mi lealtad de siempre. Con el cariño y afecto de siempre, tu padre.”

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Der Brief vom Vater an seinen Sohn, beginnt mit den Worten: „Eure Majestät, lieber Felipe“. Und weiter: „Mit dem gleichen Eifer, Spanien zu dienen, der meine Herrschaft inspiriert hat, und angesichts der öffentlichen Auswirkungen, die bestimmte Ereignisse der Vergangenheit auf mein Privatleben haben, möchte ich Ihnen gegenüber meine uneingeschränkte Bereitschaft zum Ausdruck bringen, zur Erleichterung der Ausübung Ihrer Funktionen beizutragen“ schreibt Juan.

Hierbei spielt er unter anderem auf die Ankündigung des Obersten Gerichtshofs in Madrid an, gegen ihn wegen mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen für den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Medina nach Mekka durch ein spanisches Firmenkonsortium zu ermitteln. Für dieses Vorhaben seien 100 Millionen Euro an Felipe geflossen.

In Madrid mehrten sich die Forderungen von Regierungspolitikern, König Felipe solle sich noch eindeutiger von seinem Vater distanzieren, der sich vor einem Jahr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Schon im März diesen Jahres hatte Felipe angekündigt, auf sein Erbe zu verzichten. Zudem entzog er seinem Vater die jährliche Apanage in Höhe von knapp 200.000 Euro. Felipes Lage wurde immer schwieriger, weil viele Spanier seinen Vater wegen seiner wichtigen Rolle beim Aufbau der Demokratie nach den Jahren der Franco-Diktatur verehren.
Jetzt allerdings kam ihm sein Vater zuvor und verlässt nach 58 Jahren nicht nur den Zarzuela-Palast, sondern auch das Land dessen König er bis 2014 war.

Während seiner langen Jahre als König, „wollte ich immer nur das Beste für Spanien und für die Krone“, betont Juan Carlos in seinem Abschiedsbrief.