„Sesamstraße“-Schauspieler Gernot Endemann ist tot

Mit Gernot Endemann ist Fahrradhändler „Schorsch“ gestorben. Der „Sesamstraße“-Star spielte in zahlreichen deutschen Fernsehproduktionen mit und hatte seine Schauspiel-Aktivitäten noch längst nicht beendet. Doch ein tödlicher Herzinfarkt änderte nun alles.

Endemanns Familie bestätigte das Ableben des Schauspielers und Hörspielsprechers am Dienstag. Er wurde 78 Jahre alt.

Für viele ARD-Zuschauer war Endemann eines der wichtigsten Gesichter der „Sesamstraße“. Von 1986 bis 1998 spielte er bei der Kinderserie den Fahrradhändler Schorsch, der bei allen Problemen behilflich war. Daneben kennen viele Endemann als Rudi aus „Die Unverbesserlichen“ oder als „Tatort“-Schauspieler.

Die Biographie von Endemann zeigt viele weitere erfolgreiche Projekte auf, wenngleich der Schauspieler und Sprecher dabei nicht immer so präsent erschien. Endemann lieh auch seine Stimme zahlreichen bekannten Rollen in Hörspielen und Kinderserien: Darunter „Die drei Fragezeichen“, „Commander Perkins“ und „TKKG“.

Zuletzt spielte Endemann beim Drama „Carl & Bertha“ mit, der unter der Regie seines Sohns Till Endemann (44) gedreht wurde. Endemanns Söhne fassten beide in der Filmwelt Fuß: Sein zweiter Sohn Jannik (37) ist Schauspieler und Sprecher, wie der Vater. Aktuell plante Endemann Senior eine Rückkehr zur Theaterbühne. 2021 wollte er nach Informationen der „Bild“-Zeitung als Bühnenschauspieler auf Tournee gehen.

Endemann soll am Montagabend in Begleitung seiner Angehörigen gestorben sein. Seine dritte Ehefrau Sabine (64) berichtete dem Blatt: „Gernot, dem es nach einer Hüft-Operation 2019, zwei Lungenentzündungen 2018 und einem Herzinfarkt 2017, bei dem ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt worden war, schon lange nicht mehr gut ging, war gestern morgen bei uns zu Hause zusammengebrochen.“ Sie habe ihn 30 Minuten lang versucht zu reanimieren, bevor der Rettungswagen eintraf, erzählt die Witwe, „doch laut Auskunft der Ärzte im Krankenhaus gab es nicht viel Hoffnung, sodass sie Gernot in ein künstliches Koma versetzten. Da Gernot aufgrund seiner Patientenverfügung nicht künstlich mit Maschinen am Leben erhalten werden wollte, wurden heute morgen nach Rücksprache mit mir, Till und Jannik die Geräte abgeschaltet.“

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