Selbstmord-Drama bei der Formel-1

Es ist eine Schlagzeile, die nachdenklich macht. Der ehemalige Formel-1-Chef Max Mosley starb bereits im Mai des vergangenen Jahres. Bislang ging man aber davon aus, dass er mit 81 Jahren an Krebs starb. Das dem aber nicht so ist, wird erst jetzt bekannt. Untersuchungen am Westminster Coroner’s Court in London ergaben schon kurz nach seinem Tod nämlich, dass sich Mosley mit einem Kopfschuss selbst tötete. Das berichtet jetzt die britische „Daily Mail“. Warum von dem Freitod nicht schon länger etwas bekannt war ist unklar.

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Kurz vor seinem Selbstmord soll der Brite erfahren haben, dass er an einem unheilbaren Lymphom leidet und nur noch wenige Wochen zu leben hätte.

Die leitende Gerichtsmedizinerin Fiona Wilcox erklärte im Rahmen der Untersuchungsergebnisse in London: „Ich bin davon überzeugt, dass Herr Mosley diese Tat nicht begangen hätte, wenn er nicht an einem Lymphom im Endstadium gelitten hätte.“

Einen Tag vor seinem Suizid teilte Mosley seinem Assistenten Henry Alexander seine Absichten mit. „Er saß in einem Sessel und wirkte verzweifelt. Er sprach mit mir und sagte, ich sei erstaunlich gewesen und dankte mir. Er sagte, er habe genug, er habe die Absicht, sich umzubringen.“ Und diesen Worten folgte dann auch die entsetzliche Tat, von der erst jetzt berichtet wird.


Sein letztes Abendessen nahm er mit Ehefrau Jean am Abend vor seinem Freitod ein. Bei der Anhörung nach dem dramatischen Vorfall beschrieb sie ihn als schmerzgeplagt. Außerdem soll er nicht mehr viel gegessen haben. Zu weit fortgeschritten schien der Krebs schon gewesen zu sein. Körperlich war er offenbar lange schon nicht mehr der alte.

Max Mosley war zwischen 1993 und 2009 16 Jahre lang Präsident der FIA, dem Dachverband der Formel 1. Er gilt außerdem bis heute als Vater der Königsklasse. Zuvor war Mosley, Sohn des faschistischen Politikers Sir Oswald Mosley, Rennfahrer und Mitbegründer des Formel-1-Teams March. Alle großen Piloten kennen seinen Namen bis heute.

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