Schröder: Endgültig abgelehnt

Welche genauen Gründe auch dahinter stehen mögen, Ex-Kanzler und noch SPD-Mitglied Gerhard Schröder lässt in seinem Linkedin-Post keine Zweifel mehr.

„Ich habe meine Nominierung für den Aufsichtsrat von Gazprom schon vor langer Zeit aufgegeben. Ich habe dies auch dem Unternehmen mitgeteilt“, schrieb Schröder auf seinem LinkedIn-Konto. „Insofern wundere ich mich über heute neu erschienene anderslautende Berichte“, heißt es weiter im Text.

Zuletzt hatte der Alt-Kanzler seinen Posten bei Rosneft aufgegeben. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass Schröder Rosneft darüber informiert habe, dass es „unmöglich“ sei, die Funktion weiter auszuüben. Der ehemalige Bundeskanzler – der 2017 seine rund 600.000-Euro-Jahresstelle bei Rosneft antrat – sei bei der Umsetzung großer Infrastrukturprojekte in Russland und Deutschland „von unschätzbarem Wert“ gewesen, teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.

Doch Putin hat andere Pläne. Der russische Präsident hatte sich für eine Stelle Schröders bei Gazprom starkgemacht. 

Wenig Reue

Schröders lukratives Engagement im russischen Energiesektor und seine freundschaftlichen Beziehungen zu Präsident Putin haben jahrelang für Aufsehen gesorgt.

Aber es war seine Hartnäckigkeit, an seinen Posten im Energiesektor festzuhalten, und sein Versäumnis, sich nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar vorbehaltlos von Putin zu distanzieren, die den 78-Jährigen in Deutschland zu einem politischen Paria machten und ihn von seiner Partei, den Sozialdemokraten, entfremdeten.

Der Bundestag beschloss, Schröders vom Steuerzahler finanziertes Büro zu schließen, das Europäische Parlament forderte Sanktionen gegen ihn, und seine eigene Partei setzte für Mitte Juni eine Anhörung über Anträge auf seinen Ausschluss an.

Gerhard Schröder agiert seit vielen Jahren nur noch als Geschäftsmann, und wir sollten aufhören, ihn als ehemaligen Kanzler zu sehen“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Saskia Esken vergangenen Monat.

Die Position bei Gazprom hat der ehemalige Bundeskanzler mit seinem Statement nun abgelehnt. 

Er hat aber immer noch Vorstandsposten bei Nord Stream 2 – dem Unternehmen, das die umstrittene, inzwischen auf Eis gelegte Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland gebaut hat – sowie bei dessen Muttergesellschaft inne.

Photo: Henning Schlottmann, CC 3.0

5 Kommentare

  1. Na warum wohl?
    Das lässt sich im Text nachlesen ,Pension und Büro weg ,so einer und von den vielen Schmarotzern vor ihm verzichten da nicht freiwillig drauf!
    Endlich damit Schluss machen den Kanzlern und Präsidenten das Geld hinterher zu werfen,das wäre der richtige Weg! Wofür???

  2. Ich habe nie vertanden, wie man so einen Typen zum Kanzler von Deutschland wählen konnte.
    Schon in seiner Juso-Zeit war der Kerl eine Null.

  3. Unsere unfähige Regierung sollte wissen, dass ihre rechtswidrige Tat für uns sehr teuer wird – obwohl ich es nie verstanden habe, dass Bundeskanzlern und Bundespräsidenten, nach ihrem Ausscheiden, noch Jahrzehnte danach enorme Gelder kassieren. Ich denke, die haben es für ihr Volk getan – oder sollten. Schröder war nie mein Fall. Auch er hat Vieles auf seinem Gewissen, aber die Kirche sollte im Dorf bleiben. Oder, das Gesetz ändern und Alles für Alle streichen.

  4. Das soll noch meine alte SPD sein?
    Pfui kann ich da nur sagen.
    Aufgrund der Aktivitäten eines Herrn Schröder ( in der SPD geht eigentlich alles per du, aber ich suche mir auch hier die Leute aus, mit denen ich mich duze, egal welches Amt sie inne haben) und der (Nicht)aktivitäten eines Herrn Scholz werde ich meine Mitgliedschaft in deren Pareri kündigen, denn ich kann mich damit nicht mehr identifizieren; vielmehr schäme ich mich mittlerweile meiner Staatsbürgerschaft und noch mehr meiner Mitgliedschaft in deren Partei.
    Ich wünsche der Ukraine, dass sie den Krieg gewinnt und werde mit meinen bescheidenen Möglichkeiten alles tun um dem Land beizustehen.

    1. Was Stef sagt halte ich für absolut richtig. Scholz und seine unfähige Verteidigungsministerin halten mit allen Tricks der Ukraine die Lieferung, der den Krieg entscheidenden Waffen zurück. Sein denken stammt noch aus der Juso-Zeit. Er steht innerlich wohl Rußland immer noch näher als Amerika, ohne dessen Hilfe der Krieg für die Ukraine schon längst verloren gegangen wäre. Aber was spielen die Grünen Habek, der keine Exportgenehmigungen erteilt und Annalena für ein Spiel, die sagt, dass Waffenlieferungen nicht auf Knopfdruck gehen. Es weiß doch jeder, dass sowohl der Marder als auch der Leopard 1 schon 4 Wochen an der Front stehen könnten. Das ‚Angebot, den Gepard zu liefern war nur ein linker Trick. Scholz weiß ganz genau, dass dieses Gerät sowohl die längste Ausbildungszeit aller Panzer hat und dass keine Munition verfügbar ist.
      Die Bundeswehr hat 140 Haubitzen im Bestand von denen 7 (sieben) Stück, bei einer Frontlinie von 1.500 Kilometern geliefert werden sollen. Von gut 200 Mardern und 25O Leo 2 wird gar nichts geliefert. Die stehen im Stall und nützen uns gar nichts.
      Wenn die Ukrainer, auch für uns den Kopf dafür hinhalten um uns die Russen vom Hals zu halten dann müssen diese Gräte an die Front und zwar sofort. Die Nato-Grenze ist nicht weit weg, wir können sehr schnell dran sein.
      Ein Feuerwehrkommandant bringt seine Löschfahrzeuge auch dorthin wo es brennt. In der Garage nützen sie niemanden. Das Argument man muss die Gräte zurückhalten, weil das Feuerwehrhaus ja auch brennen könnte sticht da gar nicht. Aber so argumentiert Scholz und die Grünen schwätzen auch nur scheinheilig herum.

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