Schon wieder neue Plagiatvorwürfe gegen Laschet

Immer wieder fliegen den Kanzlerkandidaten Sünden ihrer Vergangenheit um die Ohren. Ein besonders heftiger Vorwurf steht nun gegen Armin Laschet im Raum: Der Plagiatssucher Stefan Weber deckt auf, dass Laschet in seinem Buch fast eine halbe Seite von einem Politologen abgeschrieben haben soll, ohne diesen zu nennen. Weber hatte zuvor auch bei Annalena Baerbocks Buch mehrere Plagiate entdeckt.

Muss ein:e Kanzler:in richtig zitieren können? Fakt ist: Weder Baerbock noch Laschet glänzen hier mit Respekt für die Arbeit anderer Autoren.

Nach ersten Plagiatsvorwürfen des umstrittenen Plagiatjägers Martin Heidingsfelder fand nun auch Stefan Weber Plagiate in Laschets Buch „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“. Der Plagiatsforscher aus Österreich sieht nun Anlass für weitere Prüfungen.

Besagtes Buch machte bereits 2015 böse Schlagzeilen.

Zunächst hatte Weber nach Prüfung durch eine Software kein Fehlverhalten in den Schriftstücken von Laschet finden können. Nun ist ein Fund aufgetaucht, der seine Einschätzung „beträchtlich“ ändere.

„Womöglich verhält sich doch Laschet zu Baerbock wie Schavan zu Guttenberg“, erklärte Weber in seinem Blog.

Der Vergleich bezieht sich auf zwei CDU-Politiker, die vor rund 10 Jahren wegen Plagiaten in ihren Doktorarbeiten zurücktreten mussten. Die Universität Düsseldorf hatte Annette Schavan eine „leitende Täuschungsabsicht“ attestiert. Karl-Theodor zu Guttenberg bekam von der Universität Bayreuth „vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten“ bescheinigt.

Armin Laschet verflucht sich wahrscheinlich, dass er besagtes Buch jemals veröffentlicht hat. Er geriet damit bereits 2015 in die Kritik: Zum einen hatte er die Hilfe deiner Ministeriums-Mitarbeiter genutzt, um es zu schreiben. Zum anderen versteuerte er die Einnahmen durch das Buch nicht, weil er diese an einen gemeinnützigen Verein gespendet hatte. Allerdings ließ er sich dafür eine Spendenquittung geben und machte diese in seiner Steuererklärung geltend, um seine privaten Steuern zu senken.

3 Kommentare

  1. Haben diese Jäger nichts anderes zu tun, als hinter uralten Büchern immer das schlechteste zu vermuten. Diese Jäger sollten mir ins Gesicht sagen, ob sie als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener nicht von anderen abgeschrieben haben.
    Vielleicht sind sie nur nicht später aufgefallen und alles war gut.
    Also laßt die Politiker in Ruhe, die haben genug wichtigere Sachen zu tun. Wenn sie es richtig machen, dann ist es doch gut, – oder?

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