Schon wieder neue Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock

Immer wieder fliegen der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, erhebliche Plagiatsvorwürfe um die Ohren. Nun ein besonders heftiger: Wie der Plagiatsforscher Stefan Weber behauptet, soll sie ganze Passagen in ihrem Buch zum Bildungssystem aus Robert Habecks Buch „Von hier aus anders“ abgeschrieben haben. „Eine zufällige Wortketten- und Ideengleichheit ist auszuschließen“, sagte er im Interview mit der WELT AM SONNTAG.

Bei ihren Worten und Sätzen handelte es sich aus Sicht Webers auch nicht um eine typische, und damit logischerweise ähnliche Formulierung der Partei: Im Buch des Grünen Co-Chef Habeck soll sich nach eingehender Recherche nicht ein einziger Halbsatz aus dem Wahlprogramm der Partei befinden. Ausgeschlossen also, dass Baerbock die gleichen Formulierungen an anderer Stelle aufgegriffen hat, als aus eben jenem Buch. Auf seinem Blog veröffentlichte Weber eine detaillierte Analyse des Buches und regt damit wirklich alle Leser zum Nachdenken an.


Zu den aktuellen Vorwürfen hat sich die zweifach Mutter bisher nicht geäußert. Noch vor rund zwei Woche hatte sie sich in einer anderen Debatte um ihr Buch aber bereits selbstkritisch gezeigt. Angeblich habe sie für ihr Buch ganz bewusst und oft auf öffentlich zugängliche Quellen zurückgegriffen. Vor allem an den Punkten, bei denen es um Fakten gehe. Dies berichtete sie in einem kritischen Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“.

„Aber ich nehme die Kritik ernst“, schloss sie das Interview ab. Rückblickend wäre es auch aus ihrer Sicht „sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte“.


Es bleibt abzuwarten, mit wie vielen Plagiatsvorwürfen und gefälschten Lebenslaufeinträgen sich Annalena Baerbock in Zukunft noch auseinandersetzen muss. Der Weg zum Kanzleramt ist noch lange und es ist fraglich, ob sie durch die negative Presse der letzten Monate überhaupt noch eine Chance auf den Posten hat.

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