Schock bei Fotoshooting in Deutschland: Model wird entstellt

Seit wenigen Jahren können Models sich im Süden Sachsen-Anhalts in einer ganz besonderen Szenerie ablichten lassen. Dabei wurde nun ein 36-jähriges Model schwer verletzt. Ihr Gesicht wurde von einem Leoparden zerfetzt.

Die Polizei teilte kurz und knapp mit, dass am Dienstag eine Frau im Kopfbereich gebissen wurde. Sie musste mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht werden, nachdem ein Leopard sie angefallen hatte.

Der Vorfall ereignete sich in einem Wildtiergehege für „pensionierte“ Show-Tiere. Darunter befinden sich zwei Leoparden namens Troja und Paris und ein Pony namens Jordan. Die 48-jährige Besitzerin des exotischen „Gnadenhofs“ stellte ihre Raubkatzen für Fotoshootings bereit. „Unsere Senioren wurden und werden für Film- und Werbeaufnahmen gebucht“, heißt es auf ihrer Website. So fand wohl auch das Model am Dienstag zu den Leoparden.

Nun ermittelt die Polizei gegen die 48-Jährige wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Sie selbst wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern und möchte anonym bleiben. Medienberichten zufolge, warb sie mit 20 Jahren Erfahrung als Tiertrainerin. Diese habe sie in Zirkussen und Freizeitparks erworben.

In ihrer Nachbarschaft stellte die Raubtierbesitzerin sie sich als Tierschützerin dar. Mit Rundbriefen hatte die 48-Jährige darum gebeten, ihr „keine Steine in den Weg zu legen“, da ihr Hof die letzte Rettung für die ausgedienten Wildtiere aus Zirkussen sei. „Die Sicherheit für Menschen und Tiere sind absolut und zu 100 Prozent gegeben“, versicherte sie in dem Schreiben.

Nicht nur die Staatsanwaltschaft ist auf den Fall aufmerksam geworden. Auch Tierschützer meldeten sich bereits zu Wort. Es scheint, als sei der Tierpark nicht unbedingt artgerecht und das Gelände zu klein, um Großkatzen zu halten. Peta forderte bereits eine Schließung der Anlage. Das Kreisveterinäramt hatte jedoch bei einer aktuellen Prüfung keine Mängel feststellen können.

Über den Zustand des Models oder den genauen Unfall-Hergang wurden keine weiteren Angaben gemacht, auch nicht um wen es sich handelt und wer an dem Shooting beteiligt war.

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