Schauspielerin spricht über die Folgen ihrer Vergewaltigung

Aktuell gehen in den USA hunderte Frauen auf die Straßen um gegen die verschärften Auflagen bei Abtreibungen zu kämpfen. Unter ihnen auch die Schauspielerin Ashley Judd.

Die 50-jährige ist bekannt aus dem Film „Crossing Over“ und ist geprägt durch ein schlimmes Schicksal. Die Schauspielerin verriet bei der zehnten Ausgabe des Woman in the World Summits, dass sie einst durch eine Vergewaltigung schwanger geworden ist und sich damals für eine Abtreibung entschieden hatte. „Wie jeder weiß, darüber bin ich sehr offen, bin ich das Opfer von drei Vergewaltigungen geworden. Bei einer davon kam es zur Empfängnis und ich bin sehr dankbar darüber, dass ich die Möglichkeit auf eine sichere und legale Abtreibung hatte“, berichtet die Schauspielerin in ihrer Rede.

Einer der Gründe, warum sich Judd für eine Abtreibung entschieden hatte, liegt in den Gesetzen des Bundesstaates, in dem Judd und ihr Vergewaltiger leben. Weil er nämlich aus dem gleichen Bundesstaat kommt, hätte er ein Anrecht auf die Vaterschaft gehabt. „Ich hätte mir die Elternschaft mit einem Vergewaltiger teilen müssen“, erklärt sie. Ein Zustand, der für kaum eine Frau tragbar gewesen wäre.

 

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Over this important weekend, I unplugged from devices and headed to the wilderness. I slept on the earth, without a tent. I climbed, one tiny toe and finger hold at a time, towering ancient mountains and stood tall, competent and capable, on top of them. I wondered about the news but did not turn on my phone. At that point, it was going to be what it was going to be. My heart had a sinking feeling even as I let nature deal in her soothing, enlivening way with my body and soul. I was happy in spite of the foreboding, because I was in the moment. I knew I had given resisting this ugly confirmation my personal all. When I came out of the woods, taking a train through the bucolic countryside, the dispiriting reality assaulted me. But I am strong. I am fierce. I am resilient. And we are fighters. This is by no means over. “The arc of the moral universe is long but it bends towards justice.” I believe you Christine. I believe you, Survivors. And I believe that those who voted for this patriarchal _____ think they did the right thing. And I believe somehow this savage state and condition that afflicts everyone of us must be broken open and changed and I am deeply contemplating what that would look and sound like, and what I can do to contribute. Everyone is hurt. Everyone needs healing, including our country. #timesup #metoo #vote

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Der Grund für Judds Aufruf und das Teilen ihrer tragischen Geschichte liegt in einem Gesetz, dass im US-Bundesstaat Georgia schon länger ein Thema ist und nun endgültig verabschiedet wurde. Dieses nämlich besagt, dass eine Abtreibung nicht mehr erlaubt ist, sobald beim Fötus ein Herzschlag festgestellt werden kann. Da dies aber oft schon dann der Fall ist, bevor die Frauen überhaupt von ihrer Schwangerschaft wissen, bleibt den Verzweifelten unter ihnen oft nur noch die Möglichkeit einer illegalen und riskanten „Hinterhofabtreibung“, die im Zweifel das Leben der Frau kosten könnte. Psychische Schädigungen ganz ungeachtet, denn diese treten laut sämtlicher Studien nach einer Abtreibung ziemlich häufig auf. Erst recht, wenn sie ungewollt war.