Schauspiel-Ikone nimmt Sterbehilfe in Anspruch

Niemand wird gefragt, ob er geboren werden will. In vielen Ländern ist es aber möglich, sein Leben legal und mit Hilfe entsprechender Sterbehilfe zu beenden. Einer, der das ganze in Anspruch nehmen will, ist der französische Filmstar Alain Delon.

Sein Sohn Anthony berichtet nun in seinem neuen Buch „Entre chien et loup“, dass er, wie bereits seine geliebte Mutter, auch seinen Vater am letzten Tag seines Lebens begleiten und ihm bedingungslose Liebe entgegen bringen wird.
Im Interview mit „RTL Channel“ erklärt der 57-Jährige aktuell, dass er sich mit dem Thema Sterbehilfe bereits bestens auskenne. Vor über einem Jahr verstarb seine Mutter. Selbstbestimmt und mit Hilfe der legalen Sterbehilfe. „Es ist wahr, dass ich meine Mutter begleitet habe. Es stimmt, dass sie beschlossen hatte, so zu sterben, wie sie gelebt hatte, das heißt, wann immer sie es wollte, also hatte sie sich für Sterbehilfe entschieden.“ Ein schweres Thema, mit dem der 57-Jährige äußerst gefasst und offen umgeht.



Sein Vater Alain, der 2019 mehrere Schlaganfälle erlitt und in Folge auch eine Hirnblutung, soll mittlerweile körperlich sehr eingeschränkt sein. In seinem Buch erklärt Anthony Delon, dass sein Vater ihm vor einiger Zeit in einer ruhigen Minute einmal gesagt habe: „Tony, wenn mir mal etwas passiert und ich im Koma liege, an Maschinen abgeschlossen bin, ich möchte, dass du den Stecker ziehst.“

Diese Aussage könnte also durchaus als Wunsch nach aktiver Sterbehilfe interpretiert werden. Angesichts der körperlichen Eingeschränktheit des gut betagten Mannes außerdem ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch.
Der 86-jährige französische Filmstar lebte ein aufregendes Leben. Der Schauspieler aus „Nur die Sonne war sein Zeuge“ wurde einst zum „schönsten Mann der Welt“ gekürt und hatte vor vielen Jahrzehnten außerdem eine Liaison mit Romy Schneider. Etwas, wofür ihn bis heute sicher tausende Männer sehr beneiden dürften.

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