Royaler Nachwuchs mitten in der Krise

Es gibt auch noch gute Nachrichten! Mitten in der Corona-Krise hat ein kleiner Prinz das Licht der Welt erblickt. Das Baby ist der zweite Sohn von Bhutans König Jigme Wangchuck (40) und Königin Jetsun Pema (29).

Der kleine Prinz wurde am 19. März geboren. Der Palast Bhutan lässt mitteilen, dass Kind und seine Mutter wohlauf seien. Sein Bruder Prinz Jigme (4) habe das Baby auch schon voller Freude besucht. König Jigme Wangchuck und Königin Jetsun Pema sind seit 2011 verheiratet. 2016 kam der erste Prinz, der „Gyalsey“ zu Welt.

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His Royal Highness The Gyalsey

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König Jigme Wangchuck ist seit 2006 König von Bhutan. Sein Vater Jigme Singye Wangchuk hatte das sogenannte „Bruttonationalglück“ erfunden, ein politisches Ziel, das gegenüber dem konventionellen Bruttosozialprodukt auch die Gesundheit der Menschen, der Kultur und der Umwelt berücksichtigt.

Bhutan ist ein kleines buddistisches Königreich in den Himalaya. Das Land liegt zwischen Indien und China auf 2500 Metern Höhe. Die Uhren ticken dort noch heute anders als im Rest der Welt. Lange Zeit hatten die Bürger Bhutans weder Autos noch Strom oder Telfon. Bis in die 60er Jahre schirmte sich das Königreich auch fast gänzlich vom Ausland ab. Im „Land des Donnerdrachens“ sollte die Kultur und Natur vor westlichen Einflüssen geschützt werden.

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Der letzte König öffnete die Grenzen Stück für Stück. Inzwischen gibt es Touristenvisa nach Bhutan und die Menschen nutzen das Internet und tragen neben der Nationaltracht auch westliche Mode. So blieb es nicht aus, dass auch internationale Krisen vor den Grenzen Bhutans nicht Halt machen. Touristen brachten auch das Coronavirus ins Land.

Trotz aller Freude nutzte das königliche Paar den aktuellen Anlass daher, um auf Covid-19 hinzuweisen. Noch in der Mitteilung zur Geburt des Prinzen teilte der Palast mit: „Während dies für die Könisfamilie und das Volk von Bhutan ein sehr glücklicher Anlass bleibt, möchten ihre Majestäten alle Bhutaner daran erinnern, wegen des COVID-19-Virus achtsam, verantwortungsbewusst und solidarisch miteinander umzugehen. Ihre Majestäten berücksichtigen alle, deren Leben von dieser globalen Pandemie betroffen ist, in ihren Gedanken und Gebeten.“

Es wird daher vorerst wohl auch keine große Party zu Ehren des kleinen Prinzen geben. Vielleicht hebt das Köngispaar sich das für die Bekanntmachung des Namens auf? Diese findet in Bhutan traditionell sowieso erst in einigen Wochen statt.

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