Rowling-Ex gesteht: „Ich habe sie geschlagen. Es tut mir nicht leid“

„Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling erklärte vor kurzem, sie sei eine Überlebende von häuslicher Gewalt und sexuellen Misshandlungen. Nun meldet sich ihr Ex-Mann zu Wort und gesteht. Reue zeigt er allerdings nicht.

Eigentlich hatte Joanne K. Rowling (54) gar nicht verraten, wer ihr Peiniger war. Doch der TV-Journalist Jorge Arantes (52) fühlte sich offenbar angesprochen. Er war 1992-1993 mit der Erfolgsautorin verheiratet. Rowling verließ den Mann zwei Monate nach der Geburt von Tochter Jessica.

Die „Daily Mail“ sprach den portugiesischen Journalisten nun auf seine Ehe an und der antwortete erschreckend direkt. „Ich habe sie geschlagen, aber nicht missbraucht“ wird Arantes zitiert. Genauer gesagt, habe es „keinen nachhaltigen Missbrauch“ gegeben.

Dann behauptet der TV-Journalist: „Es gab keine häusliche oder sexuelle Gewalt.“ Aber „ich gebe zu, ich habe sie auf der Straße sehr hart geschlagen.“ Reue verspüre er deshalb aber nicht. Wie das Blatt behauptet, sagte Arantes rückblickend: „Es tut mir nicht leid“.

Was auch immer da zwischen den beiden vorgefallen ist: Gleichzeitig zu behaupten „es gab keine Häusliche Gewalt“ aber er habe seine Frau geschlagen, ist ein Widerspruch. Offensichtlich hat der Mann noch nicht verinnerlicht, dass man seinen Ehepartner nicht schlagen darf – auch ohne „nachhaltigen Missbrauch“.

Rowling, die seit 2001 wieder glücklich verheiratet ist, machte in letzter Zeit auch selbst polarisierende Aussagen. In sozialen Netzwerken hatte die Autorin sich feindlich gegenüber trans Frauen geäußert. Diese seien für sie keine Frauen. Damit outete Rowling sich als transphob. Zahlreiche Stars hatten sich daraufhin von Rowlings Aussagen distanziert. „Trans-Menschen sind, wer sie sagen, dass sie sind, und sie verdienen es, ihr Leben zu leben, ohne ständig befragt zu werden oder zu erfahren, dass sie nicht der sind, von dem sie sagen, dass sie es sind“, schrieb unter anderem „Harry Potter“-Star Emma Watson.

Die Debatte wiederum hatte erst dazu geführt, dass Rowling über ihren Missbrauch berichtete. Sie hatte darstellen wollen, dass sie sich von trans Frauen bedroht fühle. Eine Bewegung unter einigen Feministen unterstellt, dass Männer die Toleranz für trans Gender-Menschen ausnutzen könnten, um in geschützte Räume für Frauen einzudringen, angefangen bei der Damentoilette bis hin zur lesbischen Beziehung. Rowling verteidigte sich: Die politische Debatte um trans Gender-Rechte habe sie „getriggert“.