Rolling Stones-Star verstorben

Der Schlagzeuger der legendären Rockband The Rolling Stones, Charlie Watts, ist tot. Wie sein Agent Bernard Doherty der britischen Nachrichtenagentur PA mitteilte, sei Watts im Alter von 80 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben.
„Charlie war ein geschätzter Ehemann, Vater und Großvater und als Mitglied der ‚Rolling Stones‘ auch einer der großartigsten Schlagzeuger seiner Generation“, hieß es in dem Statement.


Dass die Rolling Stones auf ihrer geplanten Tour ab Ende September auf ihren beliebten Drummer verzichten müssen, wurde schon Anfang August bekannt. Damals hieß es, dass eine medizinische Behandlung von Watts es sehr unwahrscheinlich mache, dass er beim Konzert mit von der Partie sein kann.
Sein Sprecher betonte damals aber gleichzeitig, dass die medizinische Behandlung „komplett erfolgreich“ verlaufen sei. Dennoch benötige er dringend Ruhe. Um welche Behandlung es sich handelte bleib unklar. Im Jahr 2004 wurde Watts aber bereits einmal wegen Kehlkopfkrebs behandelt.

Charlie Watts war Mitglied der Rolling Stones von fast dem ersten Tag an. Ein halbes Jahr nach ihrem ersten Auftritt stieß der Drummer am 12. Juli 1962 im Londoner Marquee Club dazu. Die Männer hatten Jahrzehnte lang die Zeit ihres Lebens.
Watts galt zudem als einer der bestgekleideten Rockstars der Welt. Im Gegensatz zu seinen Bandkollegen Mick Jagger und Keith Richards mied er jedoch die Öffentlichkeit so gut es ging.
Die 80er Jahre waren im Leben von Watts geprägt von Alkohol- und Drogenexzessen. Seit 1964 war Watts mit Künstlerin Shirley Watts verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame, erwachsene Tochter. Sie lebt in London und züchtet Araberpferde.


Wie er der „Times“ einmal verriet, hatte er nach jedem Auftritt das Bedürfnis, sich gänzlich zurückzuziehen. Geschafft hat er es aber am Ende nie. Die Liebe zur Musik war dann doch größer als die ebenfalls gewünschte Ruhe – vor allem im Alter.

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