Rennfahrer Rosberg packt über Schumi aus

Die beiden waren zwei Jahre lang enge Kollegen. Jetzt packt Nico Rosberg aus, mit welchen irren Methoden Schumi versuchte, sich einen Vorteil gegenüber Mercedes zu verschaffen.

„Ein ganz großer Bestandteil in seinem Kopf war es, den Teamkollegen kleinzumachen“, sagt Nico Rosberg in einem Interview. Schumi sei ein Krieger. „Das hat er echt drauf.“ Schumacher hatte Erfolg damit, Rosbergs Startnummer „9“ wegzunehmen. Doch warum wollte er das? „Die Startnummer war in diesem Jahr von Performance-Vorteil. Wenn du die 9 hast, bist du im Qualifying im Q3. Wenn wir keine Runde fahren, startest du als Neunter. Der, der die 10 hat, startet als Zehnter, wenn er keine Runde fährt. Die 9 stand mir zu“, erzählte Rosberg. Doch mit einem Trick holte sich Schumi die 9 und somit einen Vorteil gegenüber seinem Teamkollegen.

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First race of the 2000 @f1 season, the Australian Grand Prix in Melbourne on 12 March. Michael wins ahead of Rubens Barrichello and his brother Ralf. A successful start into a nerve-racking season, which is finally to bring the world championship title with @scuderiaferrari – this year marks the 20th anniversary of the breakthrough in red. 🏎🏎🏎 #TeamMichael #KeepFighting @ausgp @michaelschumacher 🏎🏎🏎 Erstes Rennen der @f1 Saison 2000, der Grosse Preis von Australien in Melbourne am 12. März. Michael siegt vor Rubens Barrichello und seinem Bruder Ralf. Ein gelungener Auftakt in eine nervenaufreibende Saison, die endlich den WM-Titel mit Scuderia Ferrari bringen soll – dieses Jahr bringt das 20jährige Jubiläum des Durchbruchs in rot.

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Um die Startnummer „9“ zu ergattern soll Michael Schumacher dem Mercedes-Teamchef gesagt haben, dass gerade Zahlen ihm Unglück brächten. Er soll laut Rosberg sogar so weit gegangen sein, dass bei sämtlichen Teilenummern die gerade Zahl entfernt wurde. Bis heute weiß Rosberg jedoch nicht, ob Schumi wirklich so abergläubisch ist oder ob es nur ein Trick von ihm war um das zu bekommen, was er haben wollte.

„Michael ist super bauernschlau“, weiß Rosberg. So soll er bei jedem Rennen im ersten Training jedes Mal „von der Strecke abgeflogen“ und über „irgendwelche großen Curbse gehoppelt“ sein. Dadurch zerstörte er den Unterboden des Boliden. „Das Team ist verzweifelt und wir haben alle gedacht, der hat das Fahren verlernt“, erzählt Rosberg. Doch auch dieses Verhalten hatte einen Sinn, wie Rosberg erfuhr. „Der hat seinen Unterboden extra kaputt gemacht, damit er das Auto niedriger fahren konnte. Wenn der Unterboden verschlissen ist, kann man nicht disqualifiziert werden.“ So ist Michael Schumacher meist 1,5 Millimeter tiefer als sein Teamkollege Rosberg gefahren. Im Rennen bedeutet das dann fast ein Zehntel Zeitersparnis pro Runde. „Er hat alle Waffen gezogen“, resümiert Rosberg.

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Wrong direction, Bailey ❤️

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Und genau dafür und auch für seine Leidenschaft bewundert er Schumi. „Ich hab viel gelernt und hab mir viel abgeschaut. Es gibt ja einen Grund, warum er siebenmaliger Weltmeister ist. Weil er alles zur Perfektion macht“, sagt Rosberg.