Rapper Bushido: So hat man ihn noch nie gesehen

Es ist mittlerweile schon der 25. Prozesstag im Verfahren gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker und seine Brüder. Hauptzeuge ist niemand geringeres als Rapper und Social-Media-Star Bushido, der über die diversen hoch kriminellen Machenschaften der Familie Bescheid weiß.

Und wer den Musiker jetzt als eiskalt und abgebrüht beschreiben würde, der täuscht sich. Nach zwei Stunden in dieser 25. Sitzung bricht der 42-Jährige nämlich ganz plötzlich bitterlich in Tränen aus. Doch woran genau liegt es, dass Bushido ohne Vorwarnung einfach anfängt zu weinen und damit alle Saalinsassen verwundert?


Im Rahmen seines Clinchs mit der Abou-Chaker-Familie wurde schnell klar, dass die Mitglieder des Clans einen Anschlag auf Bushido, seine Ehefrau Anna-Maria und die gemeinsamen Kinder planten. Auch wenn der Musiker all das erst nicht ernst nahm, beauftragte er am Ende dann doch Personenschutz für sich und seine Familie. Während der Erzählungen der Details der damaligen Zeit, wird der gelernte Maler- und Lackierer plötzlich sehr emotional und kämpft mit den Tränen. Einmal mehr wird ihm bewusst, wie viel er seiner Familie in den vergangenen Jahren zugemutet hat und wie wenig verantwortungsvoll das war.

„Ich wusste, dass ich meiner Verantwortung nicht nachgekommen bin. Ich hätte alles viel früher beenden sollen. Ich hatte echte Selbstzweifel gehabt“, gibt der Rapper zu und erzählt unter Tränen weiter: „Ich habe meine Frau schlecht behandelt, sie jahrelang belogen. Ich habe in der Öffentlichkeit alles so dargestellt, als sein wir die coolsten Brüder. Das Ganze, was eh schon so lange auf meinen Schultern gelastet hat gipfelt darin, dass er meine Frau und Kinder bedroht.“


Bushidos Ausbruch sorgt auch bei der angeklagten Familie Abou-Chaker für eine regelrechte Schockstarre. „Ich konnte genau in die Gesichter von Rommel, Nasser und Arafat schauen: sie wirkten genauso versteinert wie ich“, fasst eine Gerichtsreporterin die besondere Situation vor Gericht zusammen.

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