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Putin-Geliebte vom Westen hofiert: Die russische Millionärin ist von den Sanktionen ausgenommen

Wie bitte? Alina Kabajewa ist Millionärin und leitet nebenbei die russische Propaganda-Offensive. Sanktioniert ist sie jedoch nicht. In Washington hat man offenbar Angst vor einer Rache aus Moskau.

Alina Kabajewa ist vor wenigen Tagen in Moskau aufgetaucht. Dabei lebt sie eigentlich in der Schweiz. Da stellt sich die Frage, wie die Putin-Geliebte so unbehelligt nach Russland reisen konnte. Die Antwort ist einfach: Sie ist von den Sanktionen gegen russische Funktionäre ausgenommen.

Die US-Regierung strich die russische Politikerin absichtlich von der Sanktionsliste, weil man den Diktator Wladimir Putin nicht verärgern wollte. Auch die Schweiz sah keinen Anlass gegen die einstige, rhythmische Sportgymnastin vorzugehen.

Kabajewas Jahresgehalt als Leiterin einer russischen Mediengruppe wird auf 9,5 Millionen Euro geschätzt. Wie das „Wall Street Journal“ aktuell recherchierte, lebte sie jahrelang im noblen Genfer Vorort Cologny. Ihr Domizil war dort wohl eine Villa am Genfer See, mit hohen Mauern abgeschottet und durch einen Helikopterlandeplatz mit der Welt verbunden.

Auf dem Anwesen sollen auch regelmäßig Mitarbeiter von Putin angeflogen sein, um dort Geschäftliches zu erledigen. Kabajewa selbst war auch nicht untätig. 2014 übernahm sie einen Verwaltungsvorsitz in der Nationalen Mediengruppe NMG. Kurz davor war die NMG international in Kritik geraten, weil sie „die russische Regierungspolitik der Destabilisierung der Ukraine aktiv unterstützen“ würde.

Der inhaftierte Oppositionspolitiker Alexei Nawalny mahnte jüngst aus dem Gefängnis, dass die NMG den Löwenanteil des russischen „Lügenapparats“ besitzen würde und dass diese „zweifellos Putin persönlich gehört und als solche sogar formell von Putins Geliebter Alina Kabajewa geleitet wird“.

Zur NMG gehören große, russische Zeitungen und Sender wie der Perwy Kanal und Ren TV sowie die Zeitungen „Iswestia“ und „Twoi Den“. Auf der Webseite der NMG-Gruppe wird Kabajewa seit einigen Wochen allerdings nicht mehr genannt. Vermutlich wollte man sie so vor Sanktionen schützen.

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Stephan Heiermann

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