Prinz Charles Bruder in Missbrauchsskandal verwickelt

Bereits vor ein paar Monaten erschütterte ein Missbrauchsskandal den Buckingham Palast. Nun jedoch äußert sich der beschuldigte Prinz Andrew erstmals zu den Vorwürfen.

Andrew, der Bruder von Prinz Charles, lernte 1999 den US-Milliardär Jeffrey Epstein kennen. Seit Juli 2019 saß letzterer jedoch in Untersuchungshaft. Der Grund: Jahrelang soll er minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Noch kurz bevor es zum Prozess kommen konnte, starb Epstein in seiner Gefängniszelle am 10. August diesen Jahres.


Der Skandal um den nun toten Milliardär und seine kriminellen Machenschaften zog weite Kreise und hielt auch im Buckingham Palast Einzug. Besonders belastend ist dabei ein Foto, dass den 59-Jährigen mit einer jungen Frau namens Virginia Roberts zeigt. Diese nämlich behauptet, dass sie mit Prinz Andrew mehrfach intim gewesen ist. Der Royal wies die Vorwürfe zwar immer wieder zurück, aber die Kritik riss Dank ständiger neuer Aufnahmen nie wirklich ab. Diverse Fotos zeigten Andrew zudem mit Epstein in dessen Anwesen in New York, nachdem der Milliardär schon eine Strafe wegen Missbrauchs abgesessen hatte.

In einem Statement, dass kurz nach Epsteins Tod von Andrew herausgegeben wurde hieß es: „Ich war in einigen seiner [Anm. d. Red.: Epsteins] Anwesen zu Gast. In der begrenzten Zeit, die ich mit ihm verbracht habe, sah ich niemals oder wurde ich niemals Zeuge eines Verhaltens, das letztlich zu seiner Verhaftung und Verurteilung geführt hätte.“ Von den mutmaßlichen Missbrauchsfällen soll Andrew nach eigenen Angaben nichts mitbekommen haben. Er gab allerdings auch zu, dass es ein großer Fehler gewesen sei, Epstein nach seiner Verurteilung überhaupt noch einmal wiedergesehen zu haben, weil es „für ein Mitglied der Königlichen Familie nicht geziemend“ sei.


In einer früheren Mitteilung des Palasts hieß es: „Seine Königliche Hoheit verurteilt die Ausbeutung eines jeden Menschen und die Unterstellung, er würde solches Verhalten dulden, daran teilnehmen oder dazu animieren, ist abscheulich.“