Pocher – Blutiger Auftakt bei seiner neuen Show

Die Frage ist, ob Instagram-Klamauk für das Fernsehen reicht? In den letzten Wochen hat Oliver Pocher auf seinem Instagram-Account minutenlang einen Influencer nach dem Anderen auseinandergenommen. Dies brachte ihm eine beachtliche Anhängerschaft ein. Nun hat sein Haussender RTL das Erfolgskonzept auf den Bildschirm gebracht.

Die neue Late-Night-Show „Pocher – gefährlich ehrlich“ startete am Freitag mit einer sehr schrägen Aktion. Denn gleich zu Beginn der Sendung kündigte er an: „Meine Instagram-Zahlen sind durch die Decke gegangen. Wenn ich es schaffe – und das hab ich von den Influencern gelernt – in dieser Sendung auf die zwei Millionen zu kommen, könnt ihr was gewinnen, was ihr nirgendwo anders gewinnen könnt: Blut“. Und dann versprach er: „Wenn ihr Blut sehen wollt, dann brauche ich jetzt noch knapp 20 000 Follower!“

Und wie zum Beweis hielt er eine Ampulle in die Kamera: „Das ist mein Blut, einer von euch kann dieses Blut gleich gewinnen.“ Und es wirkte tatsächlich. Die Followerzahl schoss innerhalb von wenigen Minuten weit über das gesetzte Ziel hinaus. Kopfschüttelnd bemerkte seine Frau: „Wenn man bettelt, funktioniert das also wirklich“. Sie dokumentierte als Sidekick der Show die Internet-Bewegungen.

Ein zusätzlicher Einspieler bewies dann auch, dass es sich dabei tatsächlich um Ollis Blut handelte. In alter „Rent a Pocher“ Manier schloss er sich einen Tag dem Roten Kreuz an und ließ sich dabei das Blut abnehmen.

Augenzwinkernd merkte der Comedian an: „Ihr könnt dieses Blut chippen und zu Bill Gates schicken und dann macht er Impfstoff draus“, und spielte damit auf Verschwörungs-Bewegung zur Corona-Pandemie an.

Dann rechnete er gleich auch noch mit den Verfechtern dieser Theorien ab. So war unter anderem der Vegan-Koch Attila Hildmann vor wenigen Tagen auf einer Corona-Demo medienwirksam abgeführt worden.

Zudem hatte Pocher noch Senioren in einem Wohnheim besucht und diskutierte mit ihnen über die Pandemie und deren aktuelle Situation. Auch dabei kam sein spezieller Humor nicht zu kurz, es gab unter anderem den einen oder anderen Seitenhieb auf den Wendler, sein aktuelles Lieblingsopfer.