Pietätlos: TV-Arzt erhält Brief für tote Tochter

Ende des letzten Jahres erfuhr TV-Arzt Johannes Wimmer einen Verlust, den man keinem Vater und keiner Mutter wünscht: Er verlor seine gerade einmal neun Monate alte Tochter Maximilia an einen grausamen Hirntumor. Der besonders aggressive Krebs wurde erst im August des gleichen Jahres diagnostiziert, nachdem Wimmer immer und immer wieder bei verschiedenen Ärzten vorsprach und sich sicher war: Mit seiner kleinen Maximilia stimmt etwas nicht. Und leider er behielt Recht.

Umso schockierender ist es nach diesem Verlust jetzt für ihn gewesen, dass er von der deutschen Regierung FFP2-Maskengutscheine für sein totes Kind zugeschickt bekommen hat.


In einem Interview mit „Bild Live“ erzählt der beliebte Arzt von dem Standardschreiben, das seine Tochter von der Bundesregierung geschickt bekommen hat. Mit der Information, dass sie sich die Masken kostenlos in einer Apotheke ihrer Wahl abholen könne. „Es ist schon ein Unding“, regt sich der Mediziner über diesen Fauxpas auf.

Krankenkassen und Ämter hatten ihn nach dem Tod seiner geliebten Tochter „sehr schnell“ darauf hingewiesen, was „man jetzt zu tun habe und welche Leistungen man nun nicht mehr bekommt“. Dass ihm dann ausgerechnet von denjenigen, die ihn belehrten, ein solcher Brief ins Haus flattert, kann er kaum verkraften. Auch noch mit dem Slogan „Bleiben Sie gesund! Die Bundesregierung“. „Totaler Standard, pietätlos rausgehauen“, urteilt er völlig zurecht.


Wimmer ist sich auch sicher, dass nicht nur er, sondern auch andere Angehörige von Verstorbenen diese Briefe erhalten. „Datenschutz ist unser höchstes Gut, das wird immer wieder vorangestellt. Digitale Lösungen und Innovationen werden im Gesundheitsmarkt ausgebremst, weil es immer heißt ‚Datenschutz, Datenschutz!‘, aber dann kriegt man das kleine Einmaleins der Datenbewältigung nicht hin.“

Das Dr. Wimmer diesen Vorfall aufs Höchste verurteilt, ist vollkommen nachzuvollziehen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.