Paukenschlag: Will Smith schlägt Moderator bei Oscar-Preisverleihung

Bei der Oscarverleihung am Sonntag knallte es – wortwörtlich. Während Chris Rocks fragwürdiger Rede stand Will Smith unvermittelt auf, marschierte auf die Bühne und watschte dem Comedian seine Rechte ins Gesicht. Danach setzte Smith mit Worten nach.

Viele werden sagen „verdient“, andere wundern sich über die archaischen Umgangsformen, die da am Sonntag zu sehen waren. Auf jeden Fall wird diese Oscarverleihung in die Geschichte eingehen. Bei der rund zweieihalbstündigen Show saß Will Smith mit Ehefrau Jada Pinkett Smith in vorderster Reihe im Publikum.

Als Comedian Chris Rock die Kategorie Dokumentarfilm ankündigte, machte dieser einen schlechten Witz über die Frisur von Schauspielerin Jada Pinkett Smith. Diese trägt nämlich eine Glatze – allerdings ist diese kein politisches Statement, sondern das Resultat einer Erkrankung. Rock witzelte, dass er es nicht erwarten könne, Jada in der Forsetzung von „Die Akte Jane“ zu sehen – einem Soldatenfilm in dem Demi Moore einst kahlgeschoren die Hauptrolle spielte.

Am Anfang lachte Will Smith noch – seine Frau aber nicht im Geringsten. Dann kam auch ihm in den Sinn, was da passiert war. Schließlich stand Smith auf und klatschte Rock ins Gesicht. Danach drehte er sich wortlos um und setzte sich wieder. Von seinem Platz aus brüllte er noch: „Nimm den Namen meiner Frau nicht in deinen verdammten Mund.“

Chris Rock ließ sich den Humor zunächst nicht nehmen und setzte noch einmal nach. Es sei ja nur ein „Die Akte Jane“-Witz gewesen. Darauf wiederholte Smith noch einmal seine Drohung. Schließlich gab Rock nach und wechselte das Thema. Auf eine Anzeige verzichtete der Comedian.

Tatsächlich wurde Will Smith an dem Abend sogar selbst für seine Rolle im Film „King Richard“ mit seinem ersten Oscar ausgezeichnet. Doch nach diesem unangenehmen Vorgeplänkel war der Schauspieler so emotional, dass Tränen flossen. Dabei entschuldigte er sich bei den Veranstaltern und den anderen Kandidaten. Dass er diesen Preis erhalten habe, sei „wunderschön“ und er weine nicht wegen des Awards. Ihm gehe es nicht darum, einen Preis zu gewinnen. Stattdessen betonte er, dass die Ehre all jenen gebüre, die an dem Film beteiligt waren und nannte etliche Namen.

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