Categories: News

Olaf Scholz: Dubiose Insolvenz in seiner Familie

Es klang wie ein unmoralisches Angebot, mit dem die Firma Rubarb, ein Start-up der Kanzler-Neffen für ihre Spar-App warben. Jetzt stellt sich raus, es ist nicht nur unmoralisch, sondern auch unbezahlbar.

Es ist noch nicht lange her, dass Fabian und Jakob Scholz mit ihrer Hamburger Firma die Spar-App Rubarb und danach das Krypto-Angebot Kudona entwickelten. Jetzt steckt das Unternehmen in der Krise und hat Insolvenz angemeldet.

Dass die beiden die Neffen von Bundeskanzler Scholz sind, haben sie nie verschwiegen. Im Gegenteil – es schien den beiden Startup-Gründern sogar geholfen zu haben. Mit dem Slogan „Startup der Scholz-Neffen: Rubarb revolutioniert Sparnation“ gingen die Gründer auf Werbetour.

Nach Angaben der Scholz-Neffen war Onkel Bundeskanzler allerdings weniger vom Unternehmensziel seiner Neffen begeistert. In einem Interview ließen die beiden Gründer wissen: “Unser Onkel scheut offenbar den Aktienmarkt, sieht ihn wie viele andere als ‘böse’ an.“

Der Plan: Revolution auf dem Sparer-Markt

Mit der ETF-App Rubarb wollten die Scholz-Neffen Anlegern dabei helfen, ihr Geld sinnvoll in ETF zu investieren.  ETF (Abkürzung für „Exchange Traded Fund”) sollen im Kern die Vorteile von Aktien und Fonds in einem Produkt vereinen. 

Nach eigenen Angaben hatte die App, deren Anwendung kostenlos war, etwa 40.000 Nutzer. Dabei konnte das Unternehmen allerdings wenig Geld verdienen. Deshalb  entschieden sich die Scholz-Brüder, die das Unternehmen zusammen mit Kelvin Craig gegründet haben, in das Thema Krypto tiefer einzusteigen. 

In Zusammenarbeit mit dem Bankhaus Frick sollten Rubarb-Kunden die Gelegenheit erhalten, Geld in verschiedene Kryptowährungen zu stecken, und so ihre Erträge zu vervielfältigen. Die Lizenz dafür holten sich die beiden Brüder in Litauen. 

Grosse Überraschung –  Insolvenz

Noch im Mai waren die Unternehmer noch positiv gestimmt und versicherten ihren Investoren, dass sie noch nie so optimistisch gewesen seien. Doch der Optimismus wich schnell dem Realismus. Neue Geldgeber blieben aus. Das Unternehmen musste Insolvenz anmelden.

Wie es nun für die rund 30 Mitarbeiter und für die bestehenden Rubarb-Kunden weitergehen soll, ist noch unklar. Aufgeben wollen die Scholz-Neffen trotzdem nicht. Gegenüber Medien sagte Fabian Scholz: „Wir glauben weiterhin fest an unser Team und unser Modell und sehen die Insolvenz daher nun als besondere Chance, gestärkt und restrukturiert daraus hervorgehen zu können“.

Share
Published by
Martin Beier

Neueste Artikel

  • Entertainment
  • News

Video: Modezar in Tränen aufgelöst

Harald Glööckler zeigt normalerweise nur selten große Emotionen. Ganz anders war das nun aber bei…

6 Stunden ago
  • Entertainment
  • News

Wendler auf der Flucht?

Er musste er sein Traumhaus verkaufen, jetzt ist der Wendler aus einem Mietshaus geflogen. Obendrauf…

8 Stunden ago
  • Entertainment
  • News

Die Welt sorgt sich um Boxlegende

Über seine Gesundheit war bis heute nicht viel bekannt. Doch nun sorgt Boxlegende Mike Tyson…

21 Stunden ago
  • News
  • Stars

Hollywood trauert um deutschen Regisseur

Von Clint Eastwood, über George Clooney bis Brad Pitt - sie alle haben mit ihm…

1 Tag ago
  • News
  • Stars

Kampf für die Ukraine kostete seine Ehe

Was für eine traurige Nachricht. Die Ehe von Schwergewichts-Boxlegende Vitali Klitschko und Natalia ist nach…

1 Tag ago
  • Entertainment
  • News

Leni und Heidi Klum: Der Bruch ihrer Mutter-Tochter-Beziehung

Ob Leni Klum eigentlich weiß, dass sie ihre Modelkarriere vermutlich einzig und allein ihrer Mutter…

2 Tagen ago