Olaf Henning gesteht schlimme Sucht mit Panikattacken

Schlagerstar Olaf Henning leidet unter Panikattacken und Entzugserscheinungen, wenn sein Stoff nicht verfügbar ist. Es sind nicht Alkohol, Zigaretten oder illegale Drogen, die ihm das Leben schwermachen, sondern etwas, das man in jeder Apotheke kaufen kann: Henning hängt seit 20 Jahren an der Nasenspray-Sprühdose.

Besonders jetzt, wo man vielerorts Mund und Nase verhüllen muss, macht diese Sucht dem 52-Jährigen schwer zu schaffen. „Wenn ich die Maske aufhabe, bekomme ich sofort ein beklemmendes Gefühl. Ohne Nasenspray habe ich dann panische Angst zu ersticken“ sagt Henning der Bild-Zeitung.

Der „Cowboy und Indianer“-Interpret begann mit seiner Sucht am Anfang seiner Karriere, um auf der Bühne besser durch die Nase atmen zu können: Henning erklärt: „Es hat mir gleich geholfen. Aber wenn du das Zeug länger als vier Wochen nimmst, hängst du quasi an der Nadel und wirst zum ,Nasivisten‘, wie wir Sänger das nennen.“

Inzwischen braucht der Sänger zwei Fläschchen pro Woche und sprüht mehrmals jede Stunde. „Wenn ich es mal nicht nehme, setzen sofort Entzugserscheinungen ein. Ich bekomme dann Schweißausbrüche und meine Nase ist komplett zu“ sagt der Schlagerstar. Er übertreibt damit nicht. Die Sucht ist längst als medizinisches Problem anerkennt. Abschwellende Nasensprays machen schnell abhängig, weil die Nasenschleimhaut irgendwann nicht mehr von alleine abschwillt. Ist die Nase komplett zu, stellen sich bei vielen Menschen Erstickungsängste ein. „Neulich bekam ich im Auto Panik-Attacken, als ich merkte, dass ich mein Spray nicht dabeihatte“ erzählt Henning, „Ich musste sofort an einer Apotheke anhalten, um mir ein neues Fläschchen zu besorgen.“

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#olafhenning #corono

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Auf dem obigen Instagram-Selfie ging es Henning in seinem Auto offenbar noch gut. Er lächelt hier übrigens mit einem „#coroNO“-Bändchen in die Kamera. Dahinter steckt die Spendenaktion „ #coroNO – Join The Club“. Die Bändchen werden für 2 Euro verkauft. Damit werden wiederum gemeinnützige Zwecke im Zuge der Corona-Krise finanziert. Das Tragen des Bändchens setzt ein Zeichen gegen die Krise und für den Zusammenhalt. Kein Wunder, dass Henning – für den freies Atmen nicht selbstverständlich ist – sich dem Club anschließt.