Nino de Angelo spricht so offen wie nie

Es ist unglaublich, dass Nino de Angelo noch am Leben ist. Seine langjährige Drogen- und Alkoholsucht führte den Sänger in die tiefsten Tiefen, die man sich nur vorstellen kann. Warum er all das aber trotzdem nicht bereut, erzählt er in seiner Biografie „Gesegnet und verflucht“, die am 23. März in den deutschen Buchhandlungen erscheinen wird.
So war es zum Beispiel die Droge Kokain, die de Angelo ganze 30 Jahre lang das Gefühl gab, ein echter Rockstar zu sein. Seine erste Erfahrung mit der Droge hatte er mit niemandem geringeren als dem 2006 verstorbenen Sänger Drafi Deutscher. „Ich hörte nur klack, klack, klack, klack. Ich wusste erst nicht, was das zu bedeuten hatte, bis ich die Tür aufmachte und verstand. Drafi hatte mit seiner Kreditkarte das Koks auf dem Klodeckel klein gehackt und fein säuberlich in fünf Lines aufgeteilt“, beschreibt Nino die Szene in seiner Biografie und gibt zu: Damals hätte er gerne „Nein“ gesagt, doch dann fühlte es sich an wie ein „Zaubertrank“.


Diese Szene war der Beginn einer fast drei Jahrzehnte langen massiven Drogensucht, die sein Leben böse bestimmte. „Für mich gehörte früher Koks zum Alltag wie Kaffeetrinken“, gibt er zu: „Ich konnte damals teilweise nicht mal mehr auf eine Toilette gehen, ohne dass ich gleich ans Koksen denken musste. Sobald ich einen Klodeckel sah, juckte es mir sofort in der Nase.“

Auch Alkohol gesellte sich über die Jahre in sein Leben. Mit Nino de Angelo ging es mehr als einfach nur steil bergab. Die gesundheitlichen Folgen sprechen für sich: Krebs und die Lungenkrankheit COPD, machen es dem heute 57-Jährigen alles andere als leicht. Und trotzdem bereue er nichts in seinem Leben. „(…) denn das Ganze hat ja letztendlich den Menschen aus mir gemacht, der ich heute bin.“


Heute führt er übrigens ein ruhiges, geerdetes Leben mit seiner Lebensgefährtin Simone im Allgäu. Grade erst brachte er sein neues Album auf den Markt. Es trägt den gleichen Namen wie seine Biographie.

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