Nacktmodels erregen Aufmerksamkeit und Ärger

Erneut machen bildhübsche Models aus der Ukraine bizarre Schlagzeilen. Die jungen Damen posierten teilweise nackt und kuschelig vor der türkischen Mittelmeer-Küste. Instagram feiert die Schönheiten für ihre Aktion. Die türkischen Behörden reagieren ganz und gar nicht begeistert.

Ist es politischer Protest, Naivität oder einfach nur das Bedürfnis nach möglichst vielen Klicks? Man weiß es nicht. Fakt ist: Es ist kein Geheimnis, dass Länder, die den Islam in ihren Gesetzen berücksichtigen, keinen Spaß verstehen, wenn Frauen sich nackt in der Öffentlichkeit zeigen. Doch einige junge Frauen aus der Ukraine haben es trotzdem getan.

Dabei erregten sie nicht nur maximale Aufmerksamkeit, sondern auch maximalen Ärger. Denn für das Shooting fuhr die Clique in die blaue Bucht von Göcek am Mittelmeer, die gerade gesperrt ist. Außerdem feiert Muslimen weltweit gerade Ramadan. Es gibt kaum einen ungünstigeren Zeitpunkt, um gegen die Sittenregeln in der Türkei zu verstoßen. Die Polizei verstand keinen Spaß und nahm die ganze Truppe vorläufig fest.

In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Sun” erklärte eines des Models ihre Erkenntnis: „Es ist besser, keine Nacktbilder in muslimischen Ländern zu machen.“ Das sei ihr bereits nach dem „Dubai-Vorfall“ klar gewesen. Aber sie und ihre Kolleginnen wollten ihre „eigenen Fehler machen, um auch wirklich daraus zu lernen.“

Bei besagtem „Dubai-Vorfall“ hatten sich Anfang April 20 Frauen hüllenlos vor der Skyline in Dubai fotografieren lassen. Elf Frauen, der Fotograf und ein amerikanisch-ukrainischer Immobilien-Mogul waren festgenommen wurden. Letzterer hatte die Reise organisiert. Die Vereinigten Arabischen Emirate warfen der Gruppe das Teilen von Pornografie und „unzüchtiges Verhalten“ vor.

Nach neun Tagen Haft wurden alle wieder entlassen außer dem Organisator. Er soll sich im Gefängnis mit Corona infiziert haben und darf erst auf freien Fuß, wenn er nicht mehr infektiös ist. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Auch die Ladys des Türkei-Shooting sollen wieder in der Heimat sein. Man habe sie auf der Wache verhört, dann aber wieder freigelassen, heißt es in Medienberichten.

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