Nach Schussdrama: Heftige Konsequenzen für Alec Baldwin

Jetzt zieht sich die Schlinge langsam zu: Ein paar Wochen nach dem Todesschuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins am Set von „Rust“ im US-Bundesstaat New Mexico wurde nun die erste Klage gegen den Schauspieler Alec Baldwin eingereicht.
Serge Svetnoy, Chefbeleuchter am Set, will, dass sich Alec, neben Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed und Produzent Dave Halls, wegen Fahrlässigkeit vor Gericht verantwortet.

In der Klageschrift des beim Schuss anwesenden Mannes heißt es, dass er durch den Tod von Halyna „schwere seelische Schäden“ erlitten habe. Denn die Kugel, die Halyna traf, verfehlte Serge selbst angeblich nur knapp. Als die 42-Jährige getroffen wurde habe er versucht, ihr „zu helfen und beizustehen, während er hilflos zusah, wie sie unaufhaltsam ihr Bewusstsein verlor“.


Der Beleuchter spricht von einem Trauma, das er wohl nie wieder loswerden wird und fordert deswegen einen hohen Schadensersatz. Um welche Summe es hier im Detail geht, ist allerdings nicht bekannt.

Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen Baldwin, denn abgesehen davon, dass er eigentlich gar keine scharfe Munition am Set hätte haben dürfen, soll er auch selbst noch einen Fehler gemacht haben. Angeblich habe sich der Schauspieler nämlich dazu verpflichtet, mit den Waffen am Set mit „angemessener Sorgfalt“ umzugehen. Doch diese Sorgfalt hätte er verletzt, denn: „Diese Pflicht verlangte von Baldwin, gegenzuchecken und sicherzustellen, dass der Revolver keine scharfe Munition enthält.“

So jedenfalls lautet es in den entsprechenden Gerichtsdokumenten. Besonders brisant ist es, dass Alec mit der Waffe nicht einmal hätte auf jemanden zielen oder gar abfeuern dürfen. „Baldwin war dazu verpflichtet, die Waffe so zu handhaben, als ob sie geladen wäre – und sie außerdem auf keinen Menschen zu richten“, lautet die Anklageschrift weiter.


Die Klage von Svetnoy wird wahrscheinlich nicht die einzige gegen Alec bleiben. Am Ende drohen dem beliebten Schauspieler mehrere Jahrzehnte Haft.

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