Nach Obduktion von Kasia Lenhardt: Polizei ermittelt gegen Boateng

Der Fall Kasia Lenhardt kommt ins Rollen. Die verstorbene Ex-Freundin von Jérôme Boateng wurde obduziert. Das Ergebnis brachte Unerwartetes zu Tage. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Fußballspieler wegen Körperverletzung.

Nach der Obduktion von Kasia Lenhardts Leichnam ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen den Bayern-Kicker Jerome Boateng wegen des Verdachts der vorsätzlichen Körperverletzung. Wie die „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtete, erregte ein eingerissenes Ohrläppchen die Aufmerksamkeit der Münchner Ermittler.

Auf Instagram kursierten zwischenzeitlich auch Fotos dieser Verletzung. Doch später sind diese alle wieder verschwunden.

Die Geschehnisse, die zu diesem eingerissenen Ohrläppchen führten, sollen sich bereits am 3. Oktober 2019 ereignet haben. Am 20. Dezember desselben Jahres war ein Verfahren wegen dieser Verletzung eingeleitet worden. Doch im Juni 2020 wurde jenes Verfahren eingestellt. „Zum einen, weil sich die Geschädigte Kasia L. zunächst entschieden hatte, keine belastenden Angaben mehr zu machen. Zum anderen, weil der Ausgang des bereits angeklagten Verfahrens abgewartet werden sollte“, zitiert das Blatt die zuständige Oberstaatsanwältin.

Doch nach der Obduktion im Februar 2021 wird dieses Verfahren nun wieder ausgerollt.

Bei dem weiteren Verfahren handelt es sich um den Verdacht der Körperverletzung gegen Boatengs Ex-Verlobte Sherin, die Mutter der Zwillings-Töchter, die Boateng verließ als er mit Kasia eine Beziehung einging.

Boateng hatte sich im Zuge der Trennungsschlacht selbst dazu geäußert: „Während unserer Beziehung drohte Kasia oft, mich zu zerstören. Sie drohte meine Karriere zu ruinieren und sogar zu versuchen, dass ich meine Kinder verliere. Falls ich sie jemals betrügen würde oder sie öffentlich in Verlegenheit gebracht hätte. Kasia sagte, sie würde dies tun, indem sie mich beschuldigt, sie geschlagen zu haben. Sie wusste genau, dass die Mutter meiner Kinder mich der gleichen Sache beschuldigt und wir deswegen ein Gerichtsverfahren haben.“, sagte der Fußballer am 2. Februar zur „Bild“. Das war kurz vor Kasias Tod.

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