Nach Amoklauf in Texas: Witwer stirbt an gebrochenem Herzen

Seine Frau war auch seine High-School-Liebe. Seit mehr als 30 Jahren waren Joe und Irma Garcia zusammen, bis die Grundschullehrerin beim Amoklauf am vergangenen Dienstag im texanischen Uvalde starb. Erschossen von einem 18-Jährigen mitten in der Robb Elementary School. Den Tod seiner geliebten Ehefrau konnte der 50-Jährige Joe nicht verkraften. Er starb selbst nur zwei Tage nach der schrecklichen Tragödie an einer Herzattacke, kurz nachdem er die Gedenkstätte seiner Frau besuchte.


Im Anschluss an den Besuch soll er nach Hause gefahren sein und dort recht schnell das Bewusstsein verloren haben. „Er fiel einfach um“, erklärte auch sein Neffe John Martinez. Seine Angehörigen versuchten noch eine Herzdruckmassage, um ihn wiederzubeleben, aber diese sollte nicht mehr funktionieren. Auch der umgehend herbeigeeilte Krankenwagen konnte Joe nicht mehr retten.

Die Herzattacke, die Joe Garcia erlitt, soll laut Ärzten keine gewöhnliche gewesen sein. Man bezeichnet die Erkrankung, an der der Mann akut nach dem Tod seiner Frau litt, als das sogenannte „Broken-Heart-Syndrom“. Es kann als Reaktion auf extreme Stresssituationen auftreten – nicht selten beim plötzlichen Tod eines sehr nahestehenden Menschen.
Im Gegensatz zu normalen Herzinfarkten, die beispielsweise durch blockierte Arterien verursacht werden, setzen Menschen mit dem Broken-Heart-Syndrom Unmengen an Stresshormonen frei, die ihr Herz in der Folge dann daran hindern, richtig zu schlagen.


„Das ist ein klassischer Fall des Broken-Heart-Syndroms“, erklärte bezüglich dieses Falles auch Dr. Deepak Bhatt, ein Kardiologe am Brigham and Women’s Hospital in Boston im Gespräch mit NBC News.
Ob Joe Garcia aber wirklich an einem gebrochenen Herz gestorben ist, dass muss eine Autopsie nun herausfinden. Lassen sich hier keine blockierten Arterien auffinden, die einen physischen Grund für einen Herzinfarkt liefern, so ist es wohl wirklich ein gebrochenes Herz gewesen, an dem er starb.

2 Kommentare

  1. alles so traurig, unverständlich und unsinnig – kaum zu fassen. Es macht einen einfach sprachlos.
    Ich hoffe, dass sich die beiden im Himmel wiederfinden.

  2. Wenn mein Kind dort erschossen worden wäre, hätte ich das nicht wegstecken können, sondern mit ein paar Waffen, die man ja dort haben darf, den nra kongress besucht….

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