Monica Lierhaus: Der Tod wäre ihr lieber gewesen

2009 wurde Journalistin Monica Lierhaus mit gerade einmal 39 Jahren ein lebensbedrohliches Aneurysma aus dem Gehirn entfernt. Die Operation jedoch lief schief und so lag die beliebte Sportmoderatorin in Folge mehrere Monate lang im Koma. Als sie aufwachte war sie nach eigenen Aussagen auf dem Stand eines Kleinkindes und musste alles von neuem lernen.


Mühsam kämpfte sich die heute 50-Jährige zurück in ein Leben, das mit ihrem damaligen überhaupt nichts mehr zu tun hat und sagt: „Ich habe genau gesagt, ich würde diese Operation vermutlich mit dem Wissen von heute nicht noch einmal machen. Und das, glaube ich, kann mir auch keiner verdenken. Weil sich das Leben nicht gerade vorteilhaft verändert hat für mich“, gesteht Monica Lierhaus im RTL-Interview.

Sie sei nicht mehr die unabhängige Frau, die sie einmal war und all das, worauf sie damals Wert legte, kann sie heute so nicht mehr umsetzen. Eine große Belastung für Lierhaus, die seit der Operation massiv abhängig von ihrer Außenwelt ist.
„Also ich bin heute vielmehr auf Hilfe angewiesen, als ich es früher war. Ich habe meine Unabhängigkeit quasi verloren. Und das ist für mich das allerwichtigste gewesen. Unabhängig zu sein.“
Vor allen Dingen ihre Familie sei Lierhaus nun eine große Hilfe. „Meine Familie gibt mir Kraft. Und mein Hund Paulina. Die Dinge geben mir Kraft. Meine Familie und mein Hund.

Mittlerweile nimmt Lierhaus ab und an auch schon wieder an öffentlichen Veranstaltungen teil. Vor allem, wenn sie ihr am Herzen liegen. Wie etwa eine Spielzeug-Sammelaktion in Hamburg, für die sie erst kürzlich die Schirmherrschaft übernommen hat. Seit inzwischen 15 Jahren spenden die Hamburger fleißig ihre Spielsachen an Kinder aus bedürftigen Familien. Monica freut sich, Kindern zu helfen. „Ich erinnere mich noch sehr gut an mein Lieblingsspielzeug, das war ein Elefant, den habe ich Jumbo genannt. Ein ganz schönes Spielzeug war das, ein Plüschtier“, berichtet sie.

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