Moderator lallte und schwankte – Nachrichtensprecher suspendiert nach Skandalauftritt

Er sprach von einer „Booster-Variante“ statt Omikron und verlor noch während seiner Moderation das Gleichgewicht. Der Sender ORF suspendierte Moderator Roman Rafreider im Anschluss der Sendung. Erst später stellt sich heraus, warum dieser so neben sich stand.

Der Moderator viel am Dienstagabend mit Sprachproblemen auf. Sein Ton klang ungewöhnlich schwerfällig, er stockte, korrigierte sich, machte Grammatikfehler und kreierte falsche Wörter wie die „Booster-Variante“.

Spätestens nachdem Rafreider sich auch noch am Redepult abstützte, war für die Internet-Gemeinde klar: Der Moderator muss betrunken sein! Auf Twitter, YouTube und Instagram wurde der Ausschnitt von „ZiB Flash“ geteilt und zahlreich kommentiert.

Die Zuschauer waren vor allem amüsiert über den mutmaßlich betrunkenen Moderator. Auf YouTube schrieb eine Person: „Solche Nachrichten kann man nur besoffen vortragen. Alles richtig gemacht!“. Auf Instagram findet jemand: „Könnte gern immer so sein“.

Doch in der Chefetage bei ORF fand man den Auftritt von Rafreider weniger erheiternd. Obwohl der Moderator sich unmittelbar nach der Sendung entschuldigte, wurde er vorerst vom allen Aufgaben entbunden.

„Roman Rafreider wurde umgehend suspendiert. Der Fall und dienstrechtliche Konsequenzen werden heute von der Personalabteilung geprüft“, erklärte der Sender in einer Stellungnahme.

Doch am Mittwochnachmittag stellte sich heraus, dass Rafreiders Ausfall einen traurigen Hintergrund hat. Der Moderator hat nicht etwa zu wild gefeiert, sondern stand während der Sendung mehr oder weniger unter Schock. Kurz vor seiner Moderation hatte Rafreider erfahren müssen, dass sein Vater auf der Intensivstation im Sterben liege.

Wie die österreichische Zeitung „Krone“ berichtet, habe Rafreiders Mutter ihn am Dienstag über die Lage informiert. Er habe geglaubt, dass er „stark genug“ sei, trotz dieser Hiobsbotschaft zu moderieren. Doch der Schock saß dann doch zu tief, wird der Moderator zitiert. Auch Alkohol sei mit im Spiel gewesen.

2 Kommentare

  1. Ich finde das sollte keine Folgen für ihn haben, es gibt wahrlich Schlimmeres, damit meine ich schlimme Menschen, die öffentlich agieren und die man agieren lässt.

  2. Es stellte sich heraus …
    Aha, Hauptsache der Titel knallt! Und dann die nächste Panne, mit dem Vater! Doch der war‘s dann auch wieder nicht!
    Wie wäre es mit etwas mehr Sorgfalt – Recherche – bevor man jemanden öffentlich fertig macht! Da gab es weit mehr Verfehlungen in der „Berichterstattung“ als der „verurteilte“ Vorfall bewirkte…
    Aber das passt ja genau zu den Denunziationen, die dzt. en vogue sind! Man wird gar nicht fertig mit dem Fremdschämen!

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