Live im TV: Ashley Judd spricht über Harvey Weinstein

Ashley Judd gehört zu den ersten Frauen, welche sich öffentlich gegen den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein (65) wehrte. Es melden sich immer mehr Frauen welche von Harvey auf die eine oder andere Art sexuell belästigt wurden und die Liste wird immer länger.

Jetzt gab Ashley dem amerikanischen TV-Sender „abc“ erstmals ein Interview, in welchem sie offen über ihr Erlebnis spricht.

Sie war sich nicht sicher, ob sie diesen Schritt wagen soll, doch ihre Mutter hat sie darin bestärkt. Die heute 49-jährige denkt an ihre Anfänge als Schauspielerin zurück und erinnert sich: „Er hat mich immer weiter bedrängt, bis mir irgendwann rausplatzte „Wenn ich einen Oscar für einen deiner Filme bekomme, OKAY?“ Daraufhin sagte er: „In Ordnung, wenn du für einen meiner Filme nominiert bist“ und ich sagte, „Nein, Harvey, wenn ich gewinne“.

Heute fühlt sie sich für den Deal fast schuldig, doch es war ihre einzige Möglichkeit der Situation zu entfliehen. Jahre später habe Weinstein sie auf diesen Deal nochmals aufmerksam gemacht, doch Judd hatte sich mitlerweile als angesehene Schauspielerin hochgearbeitet und das ging auch an Harvey nicht vorbei und der meinte: „Vielleicht entlasse ich dich aus unserem Deal‘.“

DARVO is a strategy commonly used by sexual predators. I am so glad we could talk about it and empowering solutions and tools @DianeSawyer @goodmorningamerica @abcnews. When wrong-doers are confronted with their acts (which may be criminal), they show a pattern that can be abbreviated as DARVO This stands for Deny, Attack, and Reverse Victim and Offender. The person thus denies having committed the offence, attacks the accuser and reverses the roles, painting themself as the victim and their actual victim as the actual guilty party. Two common types of denial are 'It didn't happen' and (if it cannot be denied) then 'It wasn't harmful'. Attacks can be violent and effectively abusive towards the accuser, with threats of legal action, attacks on credibility and so on.

Ein Beitrag geteilt von Ashley Judd (@ashley_judd) am


Trotz allem hat die Schauspielerin etwas Gutes daraus gelernt. Wegen dieser schweren Zeit hat sie ihren christlichen Glauben gestärkt und für sich Frieden gefunden: „Wenn ich ihn jetzt treffen würde, würde ich ihm sagen, dass ich ihn liebe und dass ich verstehe, dass er ein kranker Mann ist, der dringend Hilfe braucht.“