Lauterbach entsetzt: Drosten schmeißt hin

Zwei Jahre lang waren sie ein eingespieltes Team: Charités Chef-Virologe Christian Drosten (49) und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59), der vor seinem Amt noch Gesundheitsexperte bei der SPD war. Die Kanzlerin a.D., Angela Merkel, vertraute der Meinung der Beiden beinahe blind und richtete ihre Politik und sämtliche Maßnahmen nach ihren Empfehlungen aus. Doch das hat nun ein Ende. Lauterbach nämlich teilte der Öffentlichkeit jetzt mit, dass sein geschätzter Kollege Drosten die Bundesregierung ab sofort nicht mehr beratend begleiten werde.

„Leider hat mir gerade Christian Drosten mitgeteilt, dass er die Auswertung des Infektionsschutzgesetzes für die Bundesregierung und das Parlament nicht weiter begleitet. Das ist ein schwerer Verlust, weil niemand könnte es besser“, schrieb Lauterbach auf seinem Twitter-Account.


Es ist unklar, seit wann der SPD-Politiker Lauterbach von dem Ausscheiden Drostens weiß. Wie eine Sprecherin der Charité mitteilte, hat Drosten auch dem politischen Ausschuss seinen Rückzug bereits mitgeteilt. Er sei zu der Überzeugung gelangt, dass Ausstattung und Zusammensetzung nicht ausreichten, um auch weiterhin eine wissenschaftlich hochwertige Bewertung der Geschehnisse gewährleisten zu können.

In der Vergangenheit seien außerdem Inhalte seiner Beratungen zum Gegenstand falscher Berichterstattungen in Deutschland geworden. „Dies steht aus Sicht von Prof. Drosten einer konstruktiven, zielgerichteten Zusammenarbeit im Gremium entgegen“, heißt es. Es scheint, als könne Christian Drosten den Leuten aus seinen eigenen Reihen nicht mehr blind vertrauen. Ob seine Kollegen aber tatsächlich wissentlich falsche Informationen an die Presse gegeben haben ist unklar und wird vermutlich auch nicht mehr aufgeklärt werden.


Drosten selbst hatte in den vergangenen beiden Jahren nicht immer den besten Ruf, da er dazu neigte, in Sachen Coronapolitik lieber Vorsicht walten zu lassen.

2 Kommentare

  1. Schade, seine Meinung wird fehlen. Medien tun gut daran, die Fachleute sowohl zum Thema als auch privat nicht so hemmungslos in die Öffentlichkeit zu zerren. AUCH DAMIT werden die Spezialisten verheizt.

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