Künstler lässt sich zum Alien operieren

Künstler Anthony Loffredo aus Frankreich verwandelt sich Stück für Stück in ein Alien. Nase, Ohren und Oberlippe sind schon weg, die Haut ist auch nicht mehr als Mensch zu erkennen. Auch andere Körperteile sind schon „modifiziert“ oder sollen es noch werden.

Der 32-Jährige begann vor acht Jahren mit seinem „Black Alien Project“ und verwirklicht damit einen Kindheitstraum: auszusehen wie ein „schwarzer Alien“. Auf sämtlichen Social Media Kanälen kann man den Fortschritt seiner Verwandlung bewundern und augenscheinlich muss man sagen: Er sieht bereits aus wie ein Alien, jedenfalls ganz sicher nicht mehr wie Gott ihn schuf.

Das „schwarze Alien“ hat eine gespaltene Zunge und Haut, die fast überall mit Tätowierfarbe bedeckt ist, sogar die Augäpfel sind schwarz. Auf der Stirn trägt der junge Mann Implantate, die seine Kopfform optisch verändern. Von Ohren und Nase trennte Loffredo sich schon lange. Zuletzt ließ er sich einen Teil der Oberlippe entfernen.

Doch Loffredo selbst ist noch lange nicht zufrieden mit seiner Wandlung. Am Ende der langen Wunschliste für seine Transformation stehen Metallplatten anstelle von Haut. Davor sind aber noch Modifikationen an Armen, Beinen, Fingern und Hinterkopf geplant, erklärte der 32-Jährige in einer Frage-Antwort-Runde nach seiner Nasen-Amputation. Für diese musste Loffredo sogar nach Spanien reisen, da es in Frankreich verboten ist, Nasen aus nicht-medizinischen Gründen zu amputieren.

Ob das Projekt irgendwann fertig ist, wollte jemand wissen. Darauf stellte das selbsternannte Alien klar: Nie, „das ist ein Projekt fürs Leben“.

„Ich liebe es, in die Haut einer gruseligen Figur zu schlüpfen. Ich lande oft irgendwo und spiele eine Rolle, besonders nachts, in den dunklen Straßen“, erklärte der Künstler in einem Zeitungsinterview vor fast vier Jahren. Es sei übrigens nicht seine Absicht Menschen zu erschrecken, „sondern sie aus einer inszenierten Umgebung heraus zu beobachten“ zitierte „Midi Libre“ den Selbstdarsteller.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.