Kölner Moderatorin verstorben

Sie strahlte einen Mut aus, der vielen Menschen in Deutschland half. Ihr eigenes Schicksal konnte sie damit aber offenbar nicht steuern. Franziska Knost, die den sagenhaften Podcast „Sick o fit – Statement einer Sterbenden“ betrieb, verstarb am 10. Februar im Kreise ihrer Liebsten.

Die 41-Jährige litt an einer wirklich seltenen Genmutation, die diverse Krebserkrankungen begünstigte. Ihr Podcast, der sieben Teile umfasst, spricht sie über ihre Erbkrankheit und deren Verlauf. Mit ihren Worten berührte die freiberufliche Sprecherin und Producerin jedes Mal aufs neue zahlreiche Menschen.


„Franziska Knost hat uns und ihren Hörerinnen und Hörern mit ihrem Podcast noch einmal das geschenkt, was sie als Kollegin und Mensch so ausgezeichnet hat: die Klarheit und die Unerschrockenheit, sich auch der schwierigsten Situation zu stellen“, fasst Alexander Bickel, Leiter des WDR-Programmbereichs Fiktion, in einem emotionalen Statement zusammen.

Knosts Verlust trifft natürlich vor allem ihre Freunde und Kollegen sehr hart. WDR-Redakteurin Corinna Liedtke erzählt: „Mit Franziska geht eine Mutter, eine Ehefrau, eine Schwester, eine Freundin, eine WDR-Mitarbeiterin, eine begnadete Sprecherin, eine lebensfrohe, tanzende Feierbirne, eine Feministin, ein warmherziger, wahnsinnig cooler Mensch und so vieles mehr, aber in jedem Fall eine unglaublich tolle Frau. Und gleichzeitig wird vieles von ihr bleiben. Es braucht Menschen wie Franziska, die Wahrheiten erkennen und diese aussprechen.“


Franziska Knosts Pdcast belegte zwischenzeitlich sogar Platz zwei in den Spotify Charts „Gesellschaft & Kultur“. Auch jetzt, nach ihrem Tod, ist er weiterhin in der ARD Audiothek abrufbar. Auf das noch viele Menschen sich von ihren Worten inspirieren lassen können und die grandiose Frau somit niemals in Vergessenheit geraten wird. Das jedenfalls dürfte sie sich für ihre Arbeit vermutlich immer gewünscht haben.

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