Knallhart-Richterin: Boris Becker muss in den Knast

Jetzt ist es entschieden: Tennislegende Boris Becker muss hinter schwedische Gardinen. Naja, eigentlich hinter britische, denn seine Haftstrafe, die er soeben erhielt, muss er in einem Gefängnis in London absitzen.

Die Jury am Southwark Crown Court hatte den Tennis-Star bereits am 08. April in allen 24 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Danach zogen sich die Geschworenen tage- ja sogar wochenlang zur Beratung zurück. Und heute, am 29. April, sprach nun die zuständige Richterin, Deborah Taylor, das endgültige Urteil: Der 54-Jährige muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Ohne Bewährung! Er hat jedoch noch die Möglichkeit sowohl gegen den Schuldspruch als auch gegen das Strafmaß Einspruch zu erheben. Inwieweit er das jedoch in Betracht zieht, ist bislang unklar. Seine Anwälte werden darüber vermutlich jetzt beraten.


Für Becker war es eine Zitterpartie, die bereits am 21. März in London begann. Ihm wurde vorgeworfen, in einem Insolvenzverfahren Vermögen verheimlicht zu haben. Er soll unter anderem eine Immobilie in seinem Heimatort Leimen verschwiegen und hohe Summen auf andere Konten überwiesen haben. Und offenbar, so sieht es jedenfalls das Gericht, ist es auch genau so abgelaufen.

Mit Deborah Taylor hat Becker allerdings einen besonders „harten Hund“ erwischt. Die Richterin hat den Ruf, auch gerne Prominente für lange Zeit hinter Gittern zu schicken.


Sollte Becker keinen Einspruch gegen die Strafe erheben, oder sollte dieser abgelehnt werden, dürfte ihn keine leichte Zeit erwarten. Grade britische Gefängnisse haben den Ruf sehr runtergekommen und gefährlich zu sein. Vor allem prominente Persönlichkeiten sind außerdem nicht selten in Gefahr, denn oft setzen sich andere Insassen das Ziel, durch Angriffe auf Promis besondere Anerkennung von anderen Mithäftlingen zu erhalten. Wie Boris Becker diese zweieinhalb Jahre also halbwegs glimpflich überstehen soll ist fraglich.

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