Kasia Lenhardt: Staatsanwaltschaft ermittelt

Kasia Lenhardt, die Ex-Freundin von Bayern-Kicker Jérôme Boateng ist seit rund zwei Wochen tot. Zunächst vermutete man Suizid. Doch nun entschied die Berliner Staatsanwalt, dass der Fall noch nicht abgeschlossen ist: Kasias Leiche wird jetzt obduziert.

„Hinsichtlich des Todes der angefragten Person wird bei der Staatsanwaltschaft Berlin ein Todesermittlungsverfahren geführt. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Obduktion angeordnet“, bestätigte eine Pressesprecherin dem „Express“. Weiter hieß es: „Eine Obduktion dient der Klärung der Todesursache, wenn der Todesfall nicht aufgrund natürlicher Umstände eingetreten ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass es sich um ein Fremdverschulden handelt.“

Aber: Normalerweise wird eine Leiche in wenigen Tagen zur Bestattung freigegeben. Erst wenn die Todesursache auch nach einer äußeren Leichenschau durch einen Rechtsmediziner unklar ist oder ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden kann, schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und veranlasst eine Obduktion.

Die 25-jährige Kasia wurde am 9. Februar tot in ihrer Wohnung gefunden. Sie hinterlässt einen 6-jährigen Sohn.

Die Polizei sah zunächst keine Hinweise auf Fremdverschulden. Ohne Details zu nennen, ging man zunächst von einem Selbstmord aus.

Die ehemalige GNTM-Finalistin war nach der Trennung von Jérôme Boateng (32) Opfer von Cybermobbing geworden. Der Bayern-Star hatte das Ende der Beziehung öffentlich ausgetragen und via Instagram erklärt, dass Kasia ihn zu dieser Art von Beziehung erpresst habe. Auch seine frühere Lebensgefährtin schaltete sich in die Diskussion ein und stellte sich auf seine Seite.

Nach Kasias Tod kamen verschiedene Meldungen heraus, deren Echtheit womöglich die Staatsanwaltschaft prüfen lässt. So heißt es, Kasia habe eine Schweigevereinbarung gegenüber Jérôme unterschrieben. Zwischenzeitlich behaupteten Bekannte des Models, der Fundort der Leiche sei gar nicht ihre Wohnung gewesen.

Kasias Mutter Adrianna bat unterdessen von weiteren Veröffentlichungen abzusehen: Sie sprach von Details die „nicht zur Veröffentlichung geeignet sind und auch nicht derart genutzt werden sollten“.

Damit hat sie absolut recht. Falls nach der Obduktion doch ein Tötungsdelikt vermutet würde, behindern derartige Veröffentlichungen den Ermittlungserfolg.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.